Logistik, Leadership, Lebensweg – Rebecca Raff über Verantwortung im Familienunternehmen

Shownotes

Was braucht eine Frau in der Männerdomäne Spedition? Warum ist Weilheim als Standort spannend? Was hat das neue Gewerbegebiet Rosenloh damit zu tun? Und wie viele WGs passen eigentlich in einen LKW? Rebecca Raff, Geschäftsführerin der Spedition Raff, spricht im TeckTalk über die Herausforderungen der Logistikbranche, die Aufgabenteilungen in der Geschäftsführung – und was es bedeutet, ein Familienunternehmen in dritter Generation zu führen.

Die Hosts Daniela Braun und Moritz Keller führen durch das Gespräch – mit ehrlichem Interesse und – selbstverständlich – ein paar „Dingen, die ihr nie googeln würdet – aber unbedingt wissen wollt“ über die Speditionswelt.

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00:00:07:

00:00:09: Ja, dann herzlich willkommen zu Tech Talk, dem Pass zu mir Podcast aus Weilheim für alle Weilheimerinnen und Weilheimer, aber auch für alle Weilheiminteressierten, Weilheim-Neugierigen, Weilheim-Kondisseure und solche, die es werden wollen.

00:00:21: Mit mir am Mikrofon ist Daniela Braun, die Leiterin von Hauptamt der Stadt Weilheim und damit die Person, die hier in der Stadt in allen großen Fragen Bescheid weiß.

00:00:32: Nehmen wir Moritz Keller von der Kavalerie in Tübingen, unsere Lieblingsagentur.

00:00:36: Und wir haben eigentlich jemanden gesucht, der lustig ist.

00:00:38: Das ist Moritz Lustig, schlau dazu noch.

00:00:40: Und das ist unser Qualitätsbeauftragter, braucht ja jedes Abend von dem Herr Daffa heute hier sein.

00:00:45: Damit kann ich ja gar nicht umgehen.

00:00:47: Schon klar.

00:00:50: Und mit uns hier ist Rebecca Raff, die uns heute zum Thema zu verschiedenen Themen eigentlich als Gesprächspartnerin Rede und Antwort stehen wird.

00:01:00: Frau Raff, würden Sie sich einfach mal kurz selber vorstellen?

00:01:02: Was machen Sie so, was muss man über Sie wissen?

00:01:04: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:06: Ich bin Rebecca Raff.

00:01:07: Ich bin aus Weihlheim.

00:01:08: Ich bin hier geboren und lebe auch seit meiner Geburt in Weihlheim.

00:01:14: Um zwanzig bin ich bei meinem Vater in die Firma eingestiegen, bei der Spedition Raff, die auch hier in Weihlheim ist und arbeite seither.

00:01:27: In der Firma mit, bin seit Jahrzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzehntzig, mein Vater hat sich auch zurückgezogen.

00:01:34: Und ja, seither mache ich das mit meinem Bruder Matthias Raff in ... Alleinverantwortung, sozusagen.

00:01:44: Jetzt haben Sie uns was mitgebracht, Frau Raff.

00:01:45: Wir haben ja jeden gebeten, wo wir uns einen posthönigen Gegenstand mitbringen

00:01:49: können.

00:01:49: Ja.

00:01:50: Dass ein bisschen was über Sie sagt.

00:01:52: Sie gruscht schon.

00:01:53: Ich mir tatsächlich sehr schwer gefallen.

00:01:57: Ein

00:01:57: paar solchen Gegenstand mitzubringen.

00:02:00: Es ist eine Treppe, die, ich glaube, ich so ein bisschen an Schiefer angelegt.

00:02:05: Also es ist kein Schiefer, aber es soll so aussehen.

00:02:08: Und auf der Treppe laufen zwei Menschen nach oben.

00:02:12: Dieses kleine Kunstwerk haben wir tatsächlich von unserem Steuerberater geschenkt bekommen als von meinem Bruder und ich.

00:02:18: Link?

00:02:20: Der war einfach sehr involviert in diese Geschäftsübergabe, ist ja ganz logisch.

00:02:28: Und ja, diese Treppe ist eigentlich für beide Firmen, ums die heute geht, also um die Spelation Raffen, um die Spelation Fristrand, ist die eigentlich sehr repräsentativ, also wenn man eine neue Firma übernimmt oder in eine Firma einsteigt.

00:02:43: dann gibt's ja immer viele Dinge, die man gerne verändern möchte und viele Schritte, die man da eben gehen muss, um diese ganzen Veränderungen eben durchzusetzen und umzusetzen.

00:02:55: Und das sollte so ein bisschen symbolisieren, dass wir eben noch viele Schritte vor uns haben, aber dass wir da auf einem guten Weg nach oben sind.

00:03:03: Sie haben's ja jetzt schon gesagt, also Sie haben eine ganze Menge vor, Sie sind sehr aktiv, Sie sind ... Geschäftsführerinnen und Beiden unternehmen.

00:03:11: Ja.

00:03:12: Können Sie uns beide einmal kurz vorstellen?

00:03:15: Ja.

00:03:16: Also, die Späte zum RAF gibt's seit... ...undundundundzwanzig.

00:03:19: Wir haben bald hundertjähriges Jubiläum in Dreyham.

00:03:24: Wir sind die fünfte Generation, mein Bruder und ich.

00:03:28: Also, ist stark vor Wurzel des... Unternehmen hier in Weylheim und eben natürlich seit ... auch sehr gewachsen und hat sich sehr verändert.

00:03:38: Also, gestartet hat das Ganze ... als ... Kutschenfahrt nach Stuttgart, so kann man das sagen.

00:03:46: Also, es wurde mit der Kutsche Milch nach Stuttgart gefahren von Weylheim aus.

00:03:50: Mittlerweile haben wir rund ... rund vierzig Lkws.

00:03:55: Und transportieren keine Milch mehr oder ... seltenst Milch.

00:04:01: Wir haben uns auf Teiladungen spezialisiert in den letzten Jahren.

00:04:04: Also ganz grob kann man sagen, alles was ein bisschen größer als die kleine Palette ist, die, sag ich mal, diese Stück-Gut-Speditöre ausfahren.

00:04:15: Also wenn man sich selber keine Ahnung, zwei, drei Gartenstühle bestellt, dann kommt da eine Spedition mit einem Hebebühnen-Lkw und bringt die... für die Haustür.

00:04:22: Alles, was so ein bisschen größer ist, wo man eben eher zu einer Firma hinfährt oder Baustoffe, also so größere Volumen.

00:04:30: Aber eben auch nicht, wo der ganze Lkw mit einer Ware gefüllt ist.

00:04:33: Also wir haben immer mehrere Waren auf dem Lkw.

00:04:36: Ganz unterschiedlich, also Maschinen, die vielleicht nicht verpackt sind, wo man ganz stark aufpassen muss.

00:04:42: Aber auch Verpackungen auf Paletten, also so Standardware, die man auf dem Lkw transportieren kann, also wirklich ganz bunt gemischt.

00:04:51: Darauf haben wir in den letzten Jahren den Fokus gelegt, dass wir eben viele verschiedene Kunden in vielen verschiedenen Branchen haben, um da breit aufgestellt zu sein, auch wenn es mal einer Branche nicht so gut geht.

00:05:04: Ja, vierzig LKWs, wir haben viel Hochregalagerhallen hier in Weilheim, haben uns in den letzten Jahren so seit ... ... seit ... ... zwei Tausend Fünf ungefähr auch stark vergrößert in der Fläche.

00:05:16: Genau, und das macht ... Also, das ist ganz grob die Spedition Raff.

00:05:21: Die Spedition Frishtrans, die gehört seit Jahrzehntosunddreinzwanzig zu uns.

00:05:25: Ziemlich zeitgleich mit der Geschäftsführertätigkeit bei der Spedition haben wir auch die Spedition Frishtrans dazu genommen und die transportiert frische Produkte und Tiefkühlprodukte, also tatsächlich hauptsächlich Fleisch.

00:05:43: Also einfach gekühlte Ware, ganz egal ob das Joghurt, Fleisch.

00:05:48: Käse, vegane Produkte, Fisch, alles, was eben gekühlt werden muss.

00:05:53: Und Tiefkühlprodukte, also alles, was eingefroren ist, Tiefkühlpizza, ein gefrorener Fisch, gefrorenes Fleisch, auch da alles, was man halt im Kühlregal und in den Gefrier-Tun kaufen kann.

00:06:08: Und wir haben da, ja, haben das Unternehmen von einem Einzelunternehmern, einem Einzelkämpfer übernommen, sag ich mal.

00:06:17: der eben in Ruhestand gehen wollte und keine Nachfolger hatte.

00:06:20: Und wir waren, wir sind immer offen für Neues.

00:06:24: Wir hatten absolut keine Erfahrung in dem Bereich.

00:06:27: Also, klar, an der Transportbranche auf jeden Fall, aber eben nicht in diesem Kühl- und Tiefkühlbereich.

00:06:32: Und haben uns in den letzten zwei Jahren sehr viel Wissen angeeignet und haben neue Fahrzeuge beschafft und wollen wachsen mit dieser Firma.

00:06:44: Genau.

00:06:46: Ich glaube, zum Thema Tiefkühlspedition, da könnte ich direkt mal mit meiner Rubrik reingrätschen.

00:06:50: Und zwar eine kleine Rubriklinge, die ihr nie googeln würdet.

00:06:54: Funfacts, die ich über Google gefunden habe, einfach mal reinwerfen.

00:06:59: Ohne Wahrheitsanspruch, aber auf jeden Fall finde ich Spomben interessant.

00:07:03: Nämlich die Luft in einem Kühlerkw ist trockener als in der Sahara.

00:07:09: Ist es so?

00:07:10: Also damit Tiefkühlprodukte nicht antauen, herrschen ja bis zu minus-fünfundzwanzig Grad an eine extrem niedrige Luftfeuchtigkeit.

00:07:16: Das ist so, ja.

00:07:18: Also wenn man sich das jetzt vorstellt, zum Beispiel Tiefkühlpizza ist ja in einem Karton, wenn jetzt eine hohe Luftfeuchtigkeit wäre, würde der Karton ja das weiß man ja, wenn es nass oder wenn man es im Karton auftauen lässt.

00:07:30: Also es muss auf jeden Fall sehr trocken sein, ja.

00:07:33: Jetzt, Frau Raft, merken wir es bei Ihnen, Sie könnten ja stundenlang blodern, also man merkt die Leidenschaft.

00:07:39: War das für Sie schon immer klar, dass Sie in den Betrieb einsteigen wollen als Frau?

00:07:43: Sie haben ja BWL studiert und haben Sie ursprünglich mal was ganz anderes vorkappt.

00:07:47: Also das war auf jeden Fall ein Niederplan.

00:07:52: Ich glaube, so einen Werdegang haben viele, die dann doch ins Familienunternehmen einsteigen.

00:08:00: Es war eigentlich immer ganz klar, dass mein Bruder die Firma übernimmt.

00:08:04: Das war für alle Geschwister okay und so vorgezeichnet oder vorgegeben.

00:08:12: Natürlich hätte mein Bruder auswählen können.

00:08:14: Nein, er möchte das nicht, aber er wollte das schon immer.

00:08:17: Er ist auch schon ganz, ganz früh mit ... hat mitgeholfen beim Verladen im Lager.

00:08:23: Und wo es halt grade Not am Mann war, ist das sehr früh mit eingestiegen.

00:08:29: Und ja ... Ende ... Ende ... ... in den Jahr ... ... hat mein Vater immer mal wieder angelingen lassen.

00:08:37: Das war wahrscheinlich schon ein bisschen früher.

00:08:39: In den Jahr ... ... hat er immer wieder angelingen lassen, dass das eine alleine nicht schafft.

00:08:45: Und ja ... ... dann ... ... ich war in einem ... ... ich war in einem größeren Betrieb, also in einem Automobilzulieferer ... ... mit rund zehn Tausend Mitarbeitern.

00:08:56: Und dann kam Corona ... Und mir hat sich immer mehr die Sinnhaftigkeit meiner Arbeit gestellt.

00:09:04: Also, das ist einfach dann doch immer mehr so gekommen.

00:09:08: Ich war ein Jahr oder über ein Jahr alleine im Homeoffice, hatte keinen persönlichen Kontakt zu den Kollegen.

00:09:14: Also, klar, man hat telefoniert und hat natürlich auch viele Meetings gehabt über Teams, aber einfach ... ist alleine in seinem Büro hinter heimgesessen.

00:09:24: Und ja, irgendwie ... hab ich dann ... Bei irgendeiner Familienzusammenkunft mal gesagt, ich könnte es mir vielleicht schon mal vorstellen.

00:09:34: Ich würde es mir mal angucken.

00:09:36: Und ab da war das Ding eigentlich geritzt.

00:09:40: Mein Vater ist voll drauf angesprungen.

00:09:42: Und dann ging es eigentlich nur noch drum ab wann.

00:09:48: Hat er offene Türen eingerannt.

00:09:50: Es gab da nicht keine lange Überzeugungsarbeit.

00:09:53: Nee, das

00:09:53: gab es nicht.

00:09:55: Also, ich bin ja mit der Firma aufgewachsen.

00:09:57: Ich wusste ja schon,

00:09:58: worauf sie sich einlassen.

00:09:59: So

00:10:00: ungefähr, worauf ich mich einlass.

00:10:02: Ich hab ja auch viele Fahrer, gekannt, viele Mitarbeiter.

00:10:06: Und er wusste schon so ungefähr, was auf mich zukommt.

00:10:11: Und wie ist das jetzt?

00:10:11: Teilen Sie sich das auf?

00:10:13: Oder so als Frau, ich stell mir das auf, logistik, Männern, Lkw-Branche.

00:10:17: Haben Sie gesagt, ich mach ein Papierkram?

00:10:19: Oder wie ist die Aufteilung?

00:10:20: Was machen Sie?

00:10:21: Was macht Ihr Bruder?

00:10:22: Abgrenzung?

00:10:24: Also ... wir haben es nie ganz abgegrenzt oder definiert abgegrenzt.

00:10:30: Es hat sich jetzt so entwickelt, dass ich eben Fristrand verantworte.

00:10:35: Und er Raph, also er hat bei Raph auf jeden Fall den Hut auf.

00:10:39: Und ich mach eben noch ... Backoffice-Dinge bei Raph, sag ich mal.

00:10:44: Also so was wie die Abrechnung zum Beispiel, so Personal.

00:10:48: Themen, Kommunikation mit der Buchhaltung, solche Dinge macht dann Ehre ich.

00:10:53: Wobei er jetzt auch schon bei dem Personal-Themen auch.

00:10:55: Es ist alles so ein bisschen vermischt, aber es funktioniert trotzdem ganz gut, auch wenn wir uns das jetzt nicht ganz genau abgesteckt und definiert haben.

00:11:04: Jetzt ist Frischbrand sehr auch im Gewerbegebiet Rosenloh.

00:11:10: Siehlen Sie sich da ja auch an, was waren da die entscheidenden Faktoren, um sich dafür zu entscheiden?

00:11:16: Also frischstranzisch im Moment in Deitzesau, also die sind nicht in Weilheim, haben dort einen Umschlagslager mit mehreren Kühlflächen und einem Tiefkühllager.

00:11:26: Das wäre in Weilheim gar nicht so leicht umsetzbar.

00:11:29: Also man müsste Kühlzellen in diese Hallen einbauen, die wir haben.

00:11:34: Unsere Hallen sind eigentlich auch alle gut gefüllt.

00:11:36: Also es schützt nicht so, dass wir da freie Flächen haben.

00:11:39: Und ... In Deitzsau gibt es kein Vergrößerungspotenzial.

00:11:44: Es ist ein relativ altes Gebäude.

00:11:48: Wir sind da zu Miete drin.

00:11:50: Und der Hof oder das Drumrum, was bei einer Spedition auch wichtig ist, dass die Lkw's da irgendwo stehen können.

00:11:59: Das ist einfach alles sehr klein und beengt.

00:12:02: In Deitzesau wird kein Gewerbegebiet ausgeschrieben, wo es ist zumindest auch nix ... nix in der Planung.

00:12:09: Und dann hat sich es natürlich sehr gut ergeben, dass da in Weilheim was kommen soll.

00:12:17: Wie ist der Plan?

00:12:17: Jetzt sind wir natürlich neugierend, alle anderen draußen auch.

00:12:20: Was haben Sie vor?

00:12:22: Also, wir wollen im Rosenlohn eine Kühlhalle bauen mit verschiedenen ... Partzellen, also quasi Hallen in der Halle, oder?

00:12:32: Abteilungen in der Halle mit verschiedenen Kühlbereichen.

00:12:37: Also, es gibt zum Beispiel Fleisch, das man zwischendurch zwischendurch zwischendurch zwei Grad ungefähr lagert.

00:12:45: Dann gibt es natürlich Tiefkühl, haben wir grad schon gehört, bei bis zu minus fünfundzwanzig Grad.

00:12:51: Es gibt Milchprodukte, die bis sechs Grad ungefähr gelagert werden.

00:12:56: Das ist so drei bis sechs Grad oder zwei bis sechs Grad.

00:13:00: Und es gibt zum Beispiel Schokolade.

00:13:02: Die Osterhasen oder die Weihnachtsmänner, die sind ja alle schon produziert.

00:13:05: Also die Weihnachtsmänner sind jetzt schon produziert auf jeden Fall.

00:13:08: Die müssen irgendwo eingelagert werden.

00:13:10: Und wenn es im Sommer mal, äh, thirty-fünf Grad draußen hat, kann man sich vorstellen, dass die nicht in der normalen Halle gelagert werden müssen.

00:13:17: Die müssen eben ... So, bei fünfzehn Grad wird Schokolade gelagert, müssen die eben ein paar Monate oder Wochen, je nachdem, was von Event ansteht, eingelagert werden.

00:13:28: Wobei, die stehen da jetzt wahrscheinlich schon in den Regalen zum Teil.

00:13:37: Das ist der Plan, dass wir eben ... ... flexible Kühlhallen oder Tiefkühlbereiche in dieser Halle haben, ... ... damit wir eben auf individuelle Kundenwünsche ... ... und Lagerungen ... ... oder Lagerungen eingehen können, genau.

00:13:54: Also gerade, wenn wir dann ja auch ... quasi noch mal sich vergrößert, noch mal erweitert, dann geht's ja auch immer ums Thema, dass man eventuell auch neue Mitarbeitende braucht.

00:14:05: und so in gerade Zeiten von Fachkräftemangel wird mich auch mal interessieren, wie gewinnt man denn da Leute für die Logistik?

00:14:10: Wie funktioniert das heutzutage so?

00:14:13: Also es ist auf jeden Fall sehr schwer für die Logistik.

00:14:16: Ist das auf jeden Fall noch nicht so schwer, wie LKW-Fahrer zu finden?

00:14:19: Das ist tatsächlich das Allerschwerste.

00:14:24: Wir sind da jetzt ... einen etwas unkonventionelleren Weg gegangen in den letzten Monaten.

00:14:29: Das hat auch hauptsächlich meinen Bruder in der Hand.

00:14:32: Deswegen habe ich vorher gesagt, dass das Thema Personal auch da jetzt doch irgendwie ein bisschen mit rein gerutscht ist.

00:14:40: Wir haben eine Internetseite auf Rumänisch gebaut, auf der ganz genau steht, was die Mitarbeiter bei uns arbeiten, also wie die Arbeit aussieht.

00:14:52: sehr detailliert beschrieben, weil die Erfahrungen haben wir schon oft gemacht, dass Sachen versprochen werden oder einfach nicht alles gesagt wird, was zu dem Job dazugehört und dann kommen sie nach Deutschland oder wechseln den Job.

00:15:03: Sie sind ja manchmal auch in Deutschland.

00:15:05: Und dann ist es eben ganz anders, wie man ihn erzählt hat.

00:15:08: Und dann sind sie natürlich unzufrieden.

00:15:10: Und das wollen wir eben vermeiden.

00:15:11: Wir wollen von Anfang an ganz klar sagen, was sind die Aufgaben?

00:15:15: Das ist bei uns härter wie durch diese Teiladungen jetzt bei RAF zum Beispiel oder auch bei Frischstrand.

00:15:21: Das ist auch alles Teiladungen.

00:15:22: Das sind immer sechs bis zehn Entladestellen.

00:15:25: Also einfach auf, Türe auf, Türe zu, wieder neu sichern, gut drüber und so weiter.

00:15:30: Es ist einfach körperlicher.

00:15:33: als wenn man dreiunddreißig Paletten Milch zum Aldi fährt.

00:15:37: Also, ich möchte das jetzt nicht schmälen.

00:15:41: Das ist auch wichtig, dass es Fahrer gibt, die das machen.

00:15:44: Aber bei uns steckt noch ein bisschen mehr körperliche Arbeit dahinten.

00:15:49: Und das wird da ganz genau beschrieben.

00:15:51: Und dann haben wir einen rumänischen Mitarbeiter im Büro, der das dann in Facebook-Gruppen postet, unsere Website.

00:15:59: Und daraufhin melden sich dann ... und wir haben jetzt eben auch noch einen Lagerteil.

00:16:05: Wir haben auch schon drei Mitarbeiter im Lager eingestellt, jetzt über diese Weise.

00:16:10: Und das funktioniert tatsächlich sehr gut.

00:16:13: Apropos Fahrer, Dinge, die ihr nie googeln würdet, da hab ich auch was zum Thema LKWs.

00:16:22: In LKWs gibt's mehr Matratzen als in mancher WG.

00:16:25: Jeder Langstrecken-LKW hat mindestens eine eingebaute Schlafkurre, manche sogar zwei.

00:16:30: In der Speditionswelt nennt man sie liebevoll rollende Einzimmerwohnung.

00:16:34: Ist das so?

00:16:35: Ist so.

00:16:35: In jedem LKW zwei Matratzen.

00:16:40: Zwei Betten, zwei Matratzen.

00:16:42: Aber wenn Sie sagen, das heißt, das sind hauptsächlich sehr internationales Team, höre ich dann bei Ihnen raus.

00:16:48: Und auch mit einer ... durchaus auch mit Leuten aus Rumänien.

00:16:53: Also, wie funktioniert das denn so miteinander im alltäglichen?

00:16:57: Stell mir dir eine Kollege dabei, der das sollmetscht, oder ...

00:17:01: Nee, also tatsächlich, das ist ein großes Plus.

00:17:05: Die Fahrer, die da kommen, sind sehr jung.

00:17:08: Die hatten in der Schule Englisch.

00:17:11: Man kann sich auf Englisch mit denen eigentlich sehr gut unterhalten.

00:17:15: Wenn sie etwas älter sind, haben sie meistens schon mal in Deutschland gearbeitet und können etwas Deutsch.

00:17:21: Also die Kommunikation funktioniert ohne einen rumänischen Übersetzer oder so.

00:17:25: Und dann ist es ja mittlerweile auch so.

00:17:28: In jeder Lkw-Fahrer oder in jedem Lkw ist ein Tablet.

00:17:31: Da kriegt er seine Aufträge drauf geschickt.

00:17:34: Es ist gar nicht notwendig, dass man jetzt ganz viel auf Deutsch oder Englisch mit dem Fahrer kommuniziert.

00:17:40: Der kann sich das Gerät auf seiner Sprache einstellen.

00:17:42: Der ganze Lkw ist auf seiner Sprache eingerichtet.

00:17:46: Das ist mittlerweile gar nicht mehr so notwendig, dass man sich jetzt auf Deutsch oder Englisch verständigen kann.

00:17:53: Das Eindruck, das erinnert mich an unsere Spanier.

00:17:56: Da war man auch skeptisch und mir dachte, mit der Internetzeit, wo es sich gerade erzählt haben auf Spanisch, wenn man dann auch übersetzen lasse, von der Kavalerie zu gucken, wie man die spanische Videos an Mann und Frau kriegt.

00:18:08: Aber zum Schluss freut man sich.

00:18:09: Oder wenn es dann funktioniert und irgendwie ...

00:18:12: Absolut, ja.

00:18:13: Man ist

00:18:14: auch darauf angewiesen.

00:18:14: Man nimmt mir her, freut mich echt.

00:18:16: Rumänien, interessant.

00:18:19: Jetzt sind Sie auch Gemeinderäte.

00:18:20: Ich habe mir noch einen Aufgeschrieben, gestern Abend haben wir uns auch gesehen.

00:18:23: Wir sind seit dem Jahr.

00:18:24: ist es seit dem Jahr ist, wenn Sie sich erstmals mit dabei haben.

00:18:27: Ganz ehrlich haben Sie sich das so vorgestellt?

00:18:31: Ja, also ich habe es mir schon so vorgestellt.

00:18:33: Ich habe tatsächlich gedacht, dass noch viel mehr diskutiert wird, dass es noch viel mehr in die späten Abendstunden geht.

00:18:42: Aber ... Ich glaube, es wird schon an den richtigen Stellen oder meistens bei den richtigen Themen wird dann auch diskutiert.

00:18:49: und bei den Themen, wo man eben auch nicht unbedingt diskutieren muss, die irgendwie einfach selbstverständlich sind, geht es dann auch schneller.

00:18:57: Ist Ihnen da noch was wichtig, wo sich Weilheim weiterentwickeln sollte?

00:19:00: Wo sie denken, da müssen wir noch ein bisschen drauf gucken, in welche Richtung soll es da gehen?

00:19:04: Sie sind ja jemand, der sich irgendwie resoniert und auch überlegt, beziehungsweise dann, wenn Sie was sagen, hat das echt eine Aussage von dem, ich bin gespannt, ob es irgendwas gibt, so eine Vision?

00:19:15: Weilheim, im Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und

00:19:19: Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- und Jahr- dass das ja alles mitwächst durch Rosenlohen, weil wir auf jeden Fall größer werden.

00:19:28: Also klar haben wir irgendwie auch, sind wir begrenzt, wie groß wir werden können, aber ich denke schon, dass wir größer werden.

00:19:35: Und eigentlich ist ja der Kern von Beilheim dieses Städte, das alles so lieben und das, weil haben wir auch so attraktiv gemacht.

00:19:44: Und ich glaube schon wichtig, dass man das eben erhält.

00:19:47: Und dieses Städte und dieses Stadtgefühl.

00:19:52: eben irgendwie aufrechterhalten kann, auch wenn man wächst.

00:19:56: Ich hab noch eine Frage zum Thema.

00:19:58: Wir sind ja in einem Unternehmen tätig, wo's im sehr früheren Arbeitsbeginn, glaub ich, stattfindet.

00:20:05: Klar speziell für jemanden wie mich.

00:20:06: Der morgens manchmal ein bisschen Schwierigkeiten hat, rauszukommen.

00:20:10: Was ist denn ihr Tipp gegen Montagsmüdigkeit?

00:20:14: Okay, da hab ich keinen Tipp.

00:20:16: Also tatsächlich gewöhnt man sich an weniger Schlags.

00:20:20: Okay, gut.

00:20:21: Puh.

00:20:23: Moritz.

00:20:25: Ja, ja, also ich hoffe, das passiert dann bei mir auch irgendwann.

00:20:28: Der Kaffee morgens, der hilft schon auch.

00:20:31: Ja, das

00:20:31: ist

00:20:32: wahre Worte.

00:20:33: Aber man darf es auch nicht übertreiben mit dem Kaffee, wenn man irgendwann bei zu vielen Kaffees am Tag eschlässt, ja, aber die Wirkung nach, also ... Ja, aber das ... also ... Ich hab leider keinen Tipp.

00:20:44: Das ist so, dass Fristrands in der Nacht arbeitet.

00:20:47: Die ganze Verladung findet alles nachts statt.

00:20:50: Und wenn's da zu einem Problem kommt oder der Lagermeister nicht das nicht alleine entscheiden kann oder möchte, dann werd ich da nachts angerufen.

00:20:59: Also, das ist schon ...

00:21:01: Wow!

00:21:02: Wie auch passiert es so ungefähr im

00:21:04: Schnitt?

00:21:04: Also am Anfang ist das fast jede Nacht passiert.

00:21:07: Da ist natürlich... Also ich hab da auch Verständnis dafür.

00:21:11: Es sind neue Inhaber, neue Geschäftsführer, man weiß noch nicht so genau.

00:21:15: Was trauen die mir zu?

00:21:16: Was kann ich selber entscheiden?

00:21:18: Aber mittlerweile ist es vielleicht einmal in der Woche.

00:21:22: Haben Sie... in ihrer Tätigkeit jetzt so in der Spedition irgendeinen kuriosen Moment mal gehabt oder irgendeinen Lieblingsmoment, der in da bis jetzt passiert

00:21:32: ist.

00:21:33: Ich hab viele kuriosen Momente, aber das sind keine Lieblingsmomente.

00:21:40: Umso neugieriger

00:21:40: so ist.

00:21:43: Letzte Woche ist ein Fahrer von uns von der Verkehrspolizei angehalten worden.

00:21:49: Und die haben dann festgestellt, dass sein Führerschein nicht gültig ist, er durfte dann nicht weiterfahren.

00:21:54: War Gott sei Dank hier bei Leonberg, es war dann nicht ganz so weit weg.

00:21:58: Wir haben ihn dann abgelöst und sind am nächsten Tag mit ihm zur Führerscheinstelle nach Esslingen.

00:22:03: Und die haben gesagt, der Führerschein ist gültig.

00:22:06: Und jetzt wissen wir immer noch nicht so genau,

00:22:08: den wir jetzt glauben

00:22:10: sollen.

00:22:13: Das ist jetzt erst mal

00:22:14: weiter,

00:22:14: oder?

00:22:15: Kurios.

00:22:16: Und irgendwie auch näßt so ganz zu erklären.

00:22:19: Die Verkehrspolizei weiß ja, also, unterstelle ich jetzt mal, dass die eigentlich wissen, was sie da tun.

00:22:25: Aber wenn die Führerscheinstelle sagt, die Führerscheine ist gültig, dann kann man jetzt auch keinen neuen beantragen, was sie denn hat.

00:22:36: Das sind so kuriose Dinge, die öfter mal passieren.

00:22:42: Ja, ich hab, also, wo man dann auch nicht so genau weiß, wie machen wir es weiter?

00:22:50: Spannend, ja.

00:22:51: Ich hab noch eine Rubrik, und es geht mit, seit sie den Schokoladenmann klang, natürlich, Nimmer aus dem Kopf.

00:22:58: Die nennt sich ... Was war's, Herzenswund?

00:23:00: Schau mal, gesagt, gell?

00:23:01: Ja, ja, dann jeder ist Herzenswunsch.

00:23:03: Genau.

00:23:03: In jeder Podcastsendung äußere ich einen Herzenswunsch, der mit unserem Gast zu tun hat.

00:23:06: Jetzt anhört sie schon fast, ich kenne Schokolade und Tiefkühlware.

00:23:12: Komm, Ust her, ich dachte mir jetzt schon die ganze Zeit.

00:23:14: Man überlegt sich ja jeden Tag, was kocht man, was ist man, ist ja für jeden wichtig.

00:23:18: Und

00:23:19: Schokolade ist eigentlich nie falsch.

00:23:22: Mir ging es am Anfang geil um Schokolade, sondern eher, wie er nett, must ich gesund, auf der schwäbischen Alb baut mir dann keine Ahnung, Sojasprossen, Brokoli-Röschen und was weiß ich was an.

00:23:31: Und mit so einem Tiefkühlager, da wird sich auch für mich ganz neue Optionen,

00:23:35: also

00:23:37: machen wir dann einen Werksverkauf.

00:23:40: Kühllager, also Tiefkühlprodukte hätte, das wäre wirklich fantastisch von dem her.

00:23:44: Mein Herzenswunsch ist jetzt auch, sie sitzt in einem richtigen Platz im Gewerbenbied Rosenloh.

00:23:49: irgendwann, das interessiert uns natürlich, wie das mal so aussieht, wenn da der Schokohase, der Schokoman oder Nikolas drinsteht, aber ich glaube, es können sich zumindestens jeder gut vorstellen.

00:23:58: Und Tiefkühllage daheim haben.

00:24:00: Das müssen wir auf jeden Fall ja noch immer dazusagen.

00:24:03: Aus rechtlichen Gründen bis zu welchem Gegenwert du Geschenke überhaupt annehmen darf.

00:24:08: Ach so, genau.

00:24:09: Das haben wir davor diskutiert, dass es zwei

00:24:11: Stunden wird.

00:24:12: Genau, ich bin ja WM-Tin und da klarsch wird mein Aid.

00:24:15: Peace!

00:24:18: Und tatsächlich dürfen wir Geschenke bis zehn Euro annehmen, nehmen wir natürlich sehr ernsthauer als wir haben, die auf einmal so tiefkühlen Lagerregate haben oder von der Spätition Raffeliefer zu werden, oder?

00:24:32: Ein kleiner Schock.

00:24:33: Summer, jetzt du bist für die solide Fragen und Antworten wieder zuständig.

00:24:36: Lass mal einfach mal so stehen, würde ich sagen.

00:24:39: Genau, also dann ... würde ich zur letzten Frage kommen.

00:24:44: Und zwar, Sie sind ja, haben es ja selber gesagt, Sie sind in Weihheim geboren, Sie leben hier, Sie arbeiten hier, engagieren sich.

00:24:52: Deswegen ist das jetzt entweder eine sehr einfache oder eine sehr schwierige Frage.

00:24:57: Und zwar würden Sie den Satz vervollständigen, Weihheim passt zu mir, weil ...

00:25:03: Puh.

00:25:05: Tatsächlich habe ich als Jugendliche immer gesagt, ich bin mal in eine ganz große Stadt und ganz weit weg.

00:25:12: Aber das sagen wahrscheinlich auch alle.

00:25:14: Mhm.

00:25:20: Weil Herrn passt zu mir, weil meine Familie hier ist und viele Freunde hier immer noch leben.

00:25:27: Passt Moritz, oder?

00:25:28: Das passt.

00:25:29: Das passt sowas von.

00:25:31: Dann würde ich sagen, bedanken wir uns sehr herzlich, dass Sie da waren.

00:25:34: Danke

00:25:34: auch.

00:25:35: Vielen Dank.

00:25:36: Und in der nächsten Folge dürfen wir das schon verraten, wer da zu Gast sein wird.

00:25:40: Ja, Logo.

00:25:41: Es kommt gleich unsere Firma aus Weylheim.

00:25:47: Eurotramp.

00:25:48: Eurotramp.

00:25:49: Und der Hamal kommt tatsächlich.

00:25:51: Und da freuen wir uns auch sehr.

00:25:53: Heute haben wir ganz, ganz, ganz interessante Personen.

00:25:55: Und das war total nett mit Ihnen, Frau Raff.

00:25:57: Total lustig auch.

00:25:58: Wir mögen sehr lustig.

00:25:58: Und von dem her, es hat

00:25:59: total gepasst.

00:26:01: Vielen Dank.

00:26:01: Und an alle da draußen beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder einschalten.

00:26:05: Und reinhören.

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