Die Wichtigkeit des Lieblingssongs – TeckTalk mit Viktor Merklinger, Bestattungshaus Jäck

Shownotes

In Folge 14 von TeckTalk spricht Viktor Merklinger vom Bestattungshaus Jäck über seinen ungewöhnlichen Weg ins Bestattungswesen, über ganz praktische Fragen und darüber, wie man Familien in schwierigen Momenten entlasten kann. Trotz aller Ernsthaftigkeit bleibt die Folge nah am Leben: Es geht auch um Rituale, Humor und warum es manchmal unheimlich wichtig sein kann, ein Lieblingslied zu wissen. Wie immer mit dabei sind die Hosts Daniela Braun und Moritz Keller – und ein paar „Dinge, die ihr nie googeln würdet - aber unbedingt wissen wollt“.

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00:00:09: Herzlich willkommen zu Tech Talk, dem Pass zu mir Podcast aus Weihlheim für alle die sich im engeren oder weiteren Sinn für Weihleim interessieren.

00:00:17: Und genau worum geht es hier bei uns zum ersten Mal?

00:00:21: Das habe ich gerade eben fast vergessen neben mir meine Kommodoratorin Daniela Braun.

00:00:25: in der letzten Folge habe ich das habe ich fast vergessen sie mit anzukündigen.

00:00:29: Daniela hallo schön dass du da bist die Leiterin des Hauptamts der Stadt Weihelheim.

00:00:34: Ja Moritz, ich freue mich tatsächlich auch da zu sein und dich an meiner Seite zu haben.

00:00:37: Insbesondere bei interessanten Gesprächen die da heute folgen werden schluck.

00:00:44: Worum geht es uns beim Tech Talk?

00:00:45: Uns geht's um Themen die wir uns ein bisschen tiefer anschauen wollen, bisschen differenzierter anschauen wollten jetzt nicht nur oberflächlich mit eins zwei setzen abhandeln.

00:00:53: dazu haben wir jedes mal eine Gesprächspartnerin oder ein Gesprächspartner zu Gast.

00:00:57: Und ja heute wird auf jeden Fall Auf jeden Fall sehr interessant, wir haben zum ersten Mal einen Bestatter zu Gast.

00:01:06: Herr Merklinge herzlich willkommen schön dass Sie da sind!

00:01:08: Schön das ich da sein darf.

00:01:09: hallo

00:01:11: Wir tasten uns jetzt mal gemeinsam alle an dieses Thema ran würde ich sagen weil wir jetzt natürlich auch nicht so genau einschätzen können was es Zuhause mit den Leuten macht.

00:01:20: Was ist hier teilweise bei dem Moderator erinnert?

00:01:26: Genau und gucken wir mal trotzdem das wirklich einigermaßen seriös anpacken.

00:01:33: Herr Merklinger, wir behalten mal unsere übliche Struktur bei und fragen sie auch erst einmal... Wir fragen immer nach einem persönlichen Gegenstand den uns die Leute mitbringen sollen.

00:01:41: Was haben Sie uns mitgebracht?

00:01:42: Und was sagt es über sie aus?

00:01:43: Ja tatsächlich habe ich mir lange darüber Gedanken gemacht, was würde mich denn eigentlich ausmachen.

00:01:49: Ich hab' eigentlich etwas ganz Interessantes mitgenommen, weil das hören könnte.

00:01:54: Ich hatte einen Schlüssel mit, Schlüssel bunt mit.

00:01:57: Der Hintergrund ist da Für mich, ich komme in Situationen im Leben vor wo ich versuche meinen Angehörigen die mir ganz schön viel anvertrauen neue Türen und Wege zu öffnen.

00:02:12: Und dementsprechend ist der Schlüssel eigentlich ziemlich gut dazu.

00:02:15: Und ohne Schlüssel komme ich auch gar nicht viel weiter im Leben weil die Tüten müssen geöffnet werden sei es meine Arbeit, sei es Zuhause, sei mit dem Schlüssel irgendwo hinzukommen.

00:02:25: deswegen finde ich passt das eigentlich ziemlich Kennt man mich nicht und ich gehe auch nicht ohne Schlüssel außer Haus.

00:02:34: Ich hätte als erstes, als nächstes treten wir eine Anschlussfrage zu ihrem Werdegang.

00:02:38: Und zwar, ich will jetzt gar nicht fragen wie wird Mann Bestatter?

00:02:41: Weil ich glaube das ist bei Ihnen ja schon auch schon die ganz individuelle Geschichte.

00:02:45: Wie sind Sie denn bestatter geworden und wie um Himmels Willen ist es dazu gekommen?

00:02:50: Um Himmel Willen!

00:02:52: Ja darf man tatsächlich so sagen weil... Es ist kein üblicher Beruf und nicht jeder kann damit umgehen.

00:02:58: Bei mir muss man ein bisschen vorweg anfangen.

00:03:01: Ich bin eigentlich ausgelernte Hotelfachmann und komme aus Bayern, das hört man vielleicht so ein bisschen an dem was ich sage raus... Und bin dann irgendwann mal aus Liebesgründen nach Baden-Württemberg gezogen und habe dann hier noch im Maritimhotel in Stuttgart gearbeitet.

00:03:18: Und irgendwann hat mich so ja man erlebt dann auch einige so im Hotel und dann dachte ich mir so okay wie kommt eigentlich einen Mensch dazu?

00:03:28: So eine Trauerfeier zu organisieren?

00:03:30: oder ein allgemeines Thema war sehr prägnant auch auf Instagram, Facebook.

00:03:34: Da sieht man ja immer so reals über den Tod.

00:03:37: und dann habe ich mich damit befasst, so ein bisschen interessiert und wollte eigentlich einen Nebenjob nur beim Bestatter machen wobei ich aber ehrlich sagen muss ich hatte damals da war ich noch neunzehntzwanzig wirklich Angst davor.

00:03:51: also ich wollt damit überhaupt nichts zu tun haben hab dann ein Bewerbungsgespräch geführt für einen Mini-Job und irgendwie kam es zur Stande, dass er mich dann unbedingt als Freizeitkraft haben wollte.

00:04:01: Und ich so, Gott das Willen was wollt ihr von mir?

00:04:04: Und dann kam's tatsächlich zur stande, daß sich das angenommen habe und gesagt hab ja probier´s doch einfach aus!

00:04:09: Und seitdem jetzt mittlerweile seit sieben oder acht Jahren lebe ich den Beruf.

00:04:14: Das ist für mich kein Beruf oder keinen Job im wahrsten Sinne des Wortes wo ich Geld verdiene sondern eine Berufung geworden erfüllt einen und aus dem Grund mache ich den Job auch.

00:04:32: Zusatzqualifikation haben.

00:04:34: Für den einen oder anderen kommen vielleicht noch dazu auszubildende Praktikanten, das ist ja etwas was man auch richtig lernen können?

00:04:40: Genau ich habe als Quereinsteiger angefangen also mit meiner normalen Berufsausbildung als Hotelfachmann und dann habe ich die Möglichkeit bekommen von meinem alten Arbeitgeber den geprüften Bestatter nachzuholen.

00:04:52: Das ist eine Fortbildungsprüfung, die geht über ein Jahr wo ich den Beruf des Bestatters in Kurzfassung anstatt zu einer normalen Ausbildung erlernen konnte.

00:05:04: Mit Prüfungen vor der IHK, also eine wirklich abgeschlossene Berufsausbildung, die zweite habe ich abgeschlossen.

00:05:10: und ja ich finde es auch tatsächlich ziemlich wichtig in unserer Branche ausgebildet zu sein.

00:05:16: Und ja da Beruf ist mittlerweile ein Ausbildungsberuf aber leider noch so dass man bestatter werden kann ohne das man eine Ausbildung hat Und das finde ich halt leider ein bisschen in dem Kontext schwierig.

00:05:30: Einfach nur seinen Job anhand des Herzens auszuführen, weil wir echt mit vielen Gesetzen und Grundlagen zu tun haben müssen wie man dann eigentlich richtig mit den Angehörigen aus traurpsychologischer Sicht auch rangeht und auch die Versorgung des Verstorbenen funktioniert.

00:05:46: Das kann man zwar erlernen aber professionell wird es erst wenn man wirklich eine Ausbildung

00:05:51: macht.

00:05:53: Was müsste man aus Ihrer Sicht für eine Ausbildung mitbringen?

00:05:56: Sie haben es schon angedeutet, da ist relativ viel psychologische Arbeit dabei.

00:05:59: Aber auch rein körperlich muss man ja auch jetzt sein, oder?

00:06:04: Völlig!

00:06:04: Also ich meine nicht jeder ist für diesen Beruf... gemacht oder geboren worden.

00:06:08: Ich bin echt sehr begeistert auch von mir selbst, dass ich das so locker auf die Hand nehmen konnte und damit echt gut umgehen kann.

00:06:17: Das ist ja auch noch ein ganz wichtiger Aspekt nicht nur in den Job zu gehen und zu sagen, ich mache jetzt meine Arbeit und gehe dann wieder nach Hause, sondern es hat schon was damit zu tun mit der Trauer.

00:06:27: Man ist ja täglich mit Trauer verbunden.

00:06:30: Man sieht Dinge, die man im Leben eigentlich gar nicht sehen möchte, berührt Dinge, berühren möchte.

00:06:35: Und es muss man eigentlich wirklich auch selbst für sich verkraften können und verarbeiten können, jeder findet da so seinen Weg wie ich meinen finden konnte wobei mir das nicht schwerfällt Eigenschaften, körperliche Eigenschaften.

00:06:49: Stabil, psychisch stabil zu sein um einfach nicht eine zusätzliche Belastung für die Angehörigen zu werden sondern auch eine emotionale Stütze, eine Schulter zum Anlehnen zu sein dass der Angehöhrigen sich anlehnen können und sagen okay da kann ich meinen verstorbenen mein geliebten Menschen anvertrauen.

00:07:06: dem geht es dort gut und uns geht's hier auch gut und das ist auch mein Ziel nicht einfach nur meinen Job zu machen sondern für die Angehörigen dazu sein.

00:07:16: Aber körperlich, psychisch stabil, emotional stabil nicht wegen jeder Kleinigkeit anfangen zu weinen.

00:07:24: man darf mit fühlen aber man sollte nicht mit leiden oder mit trauern.

00:07:29: das sind immer so zwei Aspekte die man da berücksichtigen sollte.

00:07:34: Da würde ich direkt gerne was anschließen weil Sie hatten ja auch ganz vorbildlich eine E-Mail geschrieben um uns mal angefragt ob sie in den Podcast kommen durften Und da waren nämlich ein paar Punkte drin, die finde ich ja vielleicht jetzt auch für Leute, die zu Hause zuhören und vielleicht ganz interessant sind.

00:07:51: Zwar hatten sie zum einen gesagt, wären so ein Thema was ist denn im Sterbefall wirklich als erstes zu tun?

00:07:56: Also für alle dies jetzt vielleicht zuhause noch nicht so ganz kennen oder selbst wenn es das schon mal erlebt haben trotzdem immer wieder selber überfordert aufs Neue... Als erstes beachten können Sie da ein paar praktische Tipps

00:08:08: geben.

00:08:08: Ja, tatsächlich also heutzutage gibt es ja wirklich so viele Möglichkeiten sich darüber zu informieren und wie wir auch in der heutigen Zeit ein bisschen erleben Instagram ganz, ganz, ganze Videos wo die Bestatter alle sich so ein bisschen einbringen möchten und Informationen bringen möchten kann man machen muss man nicht aber genau.

00:08:28: Also kein Thema ist so nah am Leben wie eigentlich das Sterben am Schluss.

00:08:34: Das müssen wir uns schon vor Augen halten und viele verdrängen dieses Thema, weil sie einfach Angst davor haben oder damit überhaupt gar nicht zurechtkommen und nicht sprechen möchten – es ist ja auch vollkommen in Ordnung!

00:08:44: Aber man muss sich doch irgendwie in der heutigen Zeit durch diese ganze Bürokratie die immer schlimmer wird, sich wirklich mal bewusst machen was für Unterlagen brauche ich denn eigentlich?

00:08:53: Wo könnte ich dann entlasten?

00:08:55: Wie zum Beispiel wenn jemand verheiratet eine Heiratsurkunde parat zu haben.

00:09:00: Oder was ich jeden Tag oder fast jeden Tag erlebe, Angehörige die sagen okay der Familienstand ist geschieden und dann komme ich mit der Aussage ich bräuchte bitte das rechtskräftige Scheidungsurteil im Original und dann sitzen alle da und sagen was wollen sie von uns?

00:09:17: Und es muss sich denn alles beantworten damit weil ohne diese ganzen Papiere, Heiratzurkunden Ausweis, Scheidungsurteil Sterbo-Urkunde des Ehemanns bei Verwittwitten wird der Sterbefall beim Standesamt nicht beurkundet und da stoppt dann meine Arbeit.

00:09:31: Und ich kann nicht

00:09:32: weitermachen.".

00:09:35: Also auf jeden Fall die wichtigen Dokumente parat haben, das habe ich jetzt noch rausgehört auf jeden fall.

00:09:41: Gibt es sonst auch irgendwelche typischen Fehler, die passieren können oder Möglichkeiten, die Sie wissen wie man Stress vermeiden kann?

00:09:47: Ja gutes Thema!

00:09:50: Ich bin immer ein Freund davon einfach offen darüber zu sprechen in der Familie weil ich habe schon vieles erlebt, dass Angehörige dann vor mir sitzen und sagen ja irgendwo liegt es zu Hause aber ich weiß nicht wo.

00:10:03: Und man braucht's in so einem Fall dann auf einmal plötzlich und man muss dann erstmal alles durchkrusteln obwohl man sagt Ich hab eigentlich kein Kopf dafür was ja auch vollkommen normal ist Weil da einfach die Emotionen total zu hundert Prozent erst mal mitspielen bevor der Kopf überhaupt mitschaltet In der Meinung, man muss nicht unbedingt sofort zum Bestatter springen und sagen ich möchte mich informieren usw.

00:10:28: Aber ich finde es ziemlich wichtig dass die Leute sich einfach mal darüber intern in der Familie unterhalten und mal sagen wo denn die wichtigen Unterlagen eigentlich liegen?

00:10:39: Wo liegt das Stammbuch?

00:10:40: Wo ist die Scheidungsurkunde?

00:10:43: Wo bin ich denn überall versichert?

00:10:46: Was geht von meinem Konto ab an Kosten und so weiter, weil die stoppen nach dem Tod nicht automatisch.

00:10:51: Das müssen wir entweder Bestatter erledigen wenn wir die Infos bekommen oder das bleibt bei den Angehörigen und dann sitzen sie erst mal da, müssen ihr eigenes Leben erstmal in den Griff bekommen und arbeiten gehen und weiter irgendwie die Familie unterhalten und sich noch um etwas kümmern, wofür Sie eigentlich überhaupt gar nicht vorbereitet

00:11:08: sind.".

00:11:10: Es ist ja schon so, bei uns im Haus ist quasi das Standesamt.

00:11:14: Jetzt gibt es da ganz viele Kollegen.

00:11:16: die sind auch behilflich und da soll ich auch noch mal tatsächlich Grüße ausrichten aber auch mitteilen was kann man denn beim Standesamt immer beantragen?

00:11:25: Sie haben gerade die dokumentische Angesprache die eventuell dann auffählen und die Kollegen erleben es sowieso dass man natürlich den Wildrum telefoniert.

00:11:31: wo bekomme ich denn die Urteile noch her?

00:11:33: also was gibt's denn beim standesamt?

00:11:36: Also beim stande samt?

00:11:38: wichtig ist immer der Beheiratsort, also vor welchem Standesamt wurde geheiratet und man kann dann tatsächlich auch bei diesem Standesamt seine EU-Uhrkunde nochmals nachfordern oder wie die Sterbeurkunde aber immer nur dort wo es immer dann passiert ist.

00:11:54: Oder wenn jemand verstorben ist kriege ich die Sterboer Kunde nur von dem Standes amt in welchem Ort auch der Sterbefall eingetreten ist und dementsprechend Scheidungsurteil kriegt man tatsächlich nur beim Amtsgericht und da können sie ewig warten, bis sie was bekommen.

00:12:10: Wir Bestatter haben die Möglichkeit auf kurzen Amtswegen so welche Unterlagen zu erhalten aber die Bearbeitungszeit ist schon sehr lang und wenn wir berücksichtigen Papiere liegen nicht bereit kann die Krimierung nicht stattfinden.

00:12:24: Da müsste eventuell dann eine Rückstellung der Urkunden über das Standesamt veranlasst werden und dann dauert es, kostet wieder extra Geld.

00:12:32: Das ist ja alles mit Geld verbunden mittlerweile.

00:12:35: Jeder Schritt kostet Geld und das belastet.

00:12:37: Und so welche Kleinigkeiten – ich nenn's Kleinigkeiten weil es nur Papierstücke sind – die kann man vorweg einfach regeln um auch später diese Belastung mit dem Geld nicht zu

00:12:48: haben.".

00:12:50: Das ist ein gutes Stichwort.

00:12:51: Geld, Moritz?

00:12:52: Genau!

00:12:52: Wir haben bei uns in der Vorbereitung dann auch festgestellt oder auch mit einer Frage im Stande, dass Stauben ja ich sage es mal unter der Tod sehr teuer sind und Sie haben auch im Gespräch schon einmal erklärt an was das denn liegt.

00:13:03: also viele fragen sich hier irgendwie wird er irgendwo noch abzucke betrieben?

00:13:05: ne Es gibt Erreichbarkeiten die sie sicherzustellen haben.

00:13:10: Also das Thema geht auch wirklich in den finanziellen Eingemachten.

00:13:13: bei manchen Können Sie da den Druck so ein bisschen nehmen.

00:13:15: Was gibt's auch für Möglichkeiten wenn man sich dort Sorgen macht?

00:13:18: Da haben sie auch gute Chips.

00:13:19: Ja, also viele sagen immer ja der Bestatter ist teuer.

00:13:23: Ich kann das voll und ganz nachvollziehen weil auf einmal von heute auf morgen kommen Summen auf einen zu, als ob man sich fast ein neues Auto kaufen möchte.

00:13:31: aber es ist nicht das Ziel in der ganzen Sache.

00:13:34: Man muss verstehen was die Arbeit eines Bestatters ist wie wir vorher am Anfang gehört haben körperliche Arbeit psychischer Arbeit jeden Tag mit Trauer zu tun die Familie zu unterstützen jeglicher bürokratische Anfrage oder Abfrage.

00:13:50: Und final, wie kann ich dagegen wirken um nicht in diese Brudolie zu kommen?

00:13:54: Mittlerweile gibt es zum Glück Sterbegeldversicherungen mit dem wir einfach garantieren können dass die Familienangehörigen die Hinterbliebenen entlastet werden.

00:14:05: Bestattungsvorsorge gibt es wo ich meine ganzen Wünsche und so wie ich mir vorstelle einfach schon mal niederschreiben kann Wohlgemerkt kostenfrei, ja.

00:14:15: Also das ist eine kostenlose Leistung die angeboten wird und dort kann man über ne Treuhand auch Geld einzahlen um einfach die Hinterbliebenen zu entlasten.

00:14:25: aus finanzieller Sicht.

00:14:28: Genau jetzt hatten wir schon relativ viele Bürokratische oder auch finanzielle Themen.

00:14:35: Sie hatten noch so ein zwei emotionale Tipps.

00:14:38: Da stand irgendwo im Vorgespräch als Notiz dabei, die liebsten Mal bei einem humoristischen Gespräch zu fragen was denn so der Lieblingslied ist oder sowas.

00:14:50: Ja wie ich es vorher gerade erwähnt habe, ich finde es eigentlich ziemlich wichtig über das Thema zu sprechen und man kann doch auch wenn's ein trauriges Thema ist und das lebe ich auch privat weil ich damit ja auch täglich umgehen muss ein bisschen Humor reinzubringen.

00:15:06: Klar, schlimmes Thema und ... Gottes Willen!

00:15:10: Man muss sich irgendwann mal auch über seinen eigenen Tod Gedanken machen aber wieso spricht man nicht darüber?

00:15:14: Wenn man mal sein Lieblingsmusik hört am Esszimmertisch mit der Familie zusammenkommt auf einmal als Beispiel jetzt versteht mich nicht falsch Helene Fischer ja irgendwas.

00:15:29: Das ist vielleicht die erste Reaktion von allen, aber es geht doch um Ihnen um den Verstorbenen, was hat er gelebt?

00:15:58: Wie war er im Leben?

00:15:59: Was hat ihn

00:16:00: ausgemacht?".

00:16:01: Und das müssen wir wieder leben lassen an der Trauerfeier und nicht nur Trübsal blasen, sondern das Leben feiern was er hinterlassen hat.

00:16:09: Und warum er dann überhaupt da war?

00:16:11: Jeder von uns auch wir drei wie wir hier sitzen haben irgendwas im Leben hinterlassen was gefeiert gehört egal in welcher Hinsicht.

00:16:17: Man kann darüber reden es kann lustig sein man kann auch es kann traurig sein aber man hat einmal darüber geredet die Angehörigen sind schon da entlastet.

00:16:26: Das merke ich dann auch in den Trauergesprächen.

00:16:30: Ja, ich weiß jetzt nicht was da gewünscht ist oder was er jemals für Lieblingsmusik gehört hat.

00:16:36: Schlecht!

00:16:38: Sehr schlecht!

00:16:38: Deswegen habe ich zu meinen Eltern auch gesagt... Ist mir egal was ich will wissen was für Lieblingsmusik gehabt und ich weiß es.

00:16:45: Ich bin vorbereitet wenn's dazukommt.

00:16:48: Also ich kann das auch aus eigener Erfahrung sagen dass das sehr geholfen hat solche Sachen zu wissen als meine Mutter gestorben ist.

00:16:56: wenn wir nicht Trauerfeier dann selber organisiert und eben auch mit Musik, wo wir wussten die hat sie gerne gehört vor allem in den letzten Jahren.

00:17:06: Und also mit sowas mit persönlichen Fotos den Raum ausgeschmückt mit auch Filmzusammenschnitten, die mein Bruder gemacht hat ausfilmen.

00:17:17: Also da waren auch Sachen dabei zum Lachen zwischendurch und so bei aller Trauer und allen Trenden, die da geflossen sind.

00:17:23: Dadurch war es irgendwie sehr ... hatte immer das Gefühl selber, dass man es wirklich verabschiedet hat.

00:17:30: Richtig!

00:17:30: Man muss ja auch oder man darf ihn nicht vergessen.

00:17:33: möchte ich zur Trauerfeier gehen und die ganze Zeit darüber dann nach der Trauer Feier trauern über den Verstorbenen das er gegangen ist?

00:17:40: Oder möchte ich sein Leben auf feiern lassen und am Schluss gehen und sagen können eigentlich war das echt ein schöner Abschied.

00:17:47: Ich erinnere mich gerne an diesen Moment Nicht weil er vielleicht schlimm war sondern wie er gemacht wurde, wie das Leben nochmal aufgearbeitet wurde.

00:17:58: Verpackt wurde mit Musik, mit Blumen und irgendwelchen anderen persönlichen Ritualen.

00:18:02: Da ist ja heutzutage so viel möglich!

00:18:05: Und warum nicht?

00:18:08: Sprecht darüber, macht euer Ding, macht Euer eigenes... Ihr seid die Bestimmer sagt man immer dazu.

00:18:14: Ihr entscheidet Euer Leben selbst Und dann entscheidet das auch bis zum Schluss, auf was wollt ihr warten?

00:18:20: Dann schreibt ein Blatt Papier, schiebt sie in die Schublade und sagt so.

00:18:25: Ihr wisst da in der Schubladel liegt meine Information, was ich haben möchte.

00:18:29: Wenn es soweit ist macht etwas draus.

00:18:33: Dazu hätte ich vielleicht auch noch... Ich habe ja immer diese Dinge, die ihr nie googlen würde, wo ihr unbedingt wissen wollt Hier auch was gefunden, das würde ich jetzt einfach mal versuchen hier unterzubringen.

00:18:43: Nämlich auch in Bezug darauf wie Trauer unterschiedlich ist sowohl kulturell als auch historisch bedingt habe ich nämlich den Funfact... Nein, Funfact falsch!

00:18:51: Den Fact gefunden dass es früher in Europa gab es bezahlte Klagefrauen die laut und öffentlich getrauert haben.

00:19:00: Gibt's immer noch?

00:19:01: Gibt's in anderen Ländern, in Deutschland zum Glück nicht.

00:19:04: Aber gibt es in anderen Länder, da gehen Frauen mit ihrer Musikanlage und ihr Mikrofon zur Trauerfamilie und holen dir einen vor?

00:19:12: Die stehen da und weinen weil es ihr Job ist und die wird gut dafür bezahlt bei fünf Trauerefeiern am Tag so richtig zu weinen.

00:19:20: Oh Gott!

00:19:21: Überlegt mal, gell?

00:19:22: Ich hab' so kurz geschluckt was ich vorher gesagt habe.

00:19:24: irgendwie Notes feiern wir war Ich wachse beide jede Beerdigung

00:19:31: wirklich.

00:19:33: Aber das gehört sich nicht, dass man da irgendwie Tränen aufgelöst sitzt und schlucht und heult ... Also ich glaube immer so in meinem Dorf, jetzt komme ich vor dem Dorf wenn wir da nicht halten, dann denken wir gleich, ja, also es ist so schlimm können sie sitzen an für die.

00:19:46: Das hat sich doch ein bisschen gewandelt oder nicht?

00:19:48: Ja!

00:19:49: Wir müssen immer vor Augen halten jeder von uns trauert anders.

00:19:53: Jeder mal wird jemand aggressiv verschließt sich jemand komplett.

00:19:58: Mal wird einer auch lustig dabei und macht, ich habe schon viele Angehörige vor mir gehabt die auch mit Humor der ganze Sache angegangen sind obwohl Jemand jung war.

00:20:11: Und wenn wir die Situation Ja man muss das ein bisschen so ob jung oder alt das spielt auch eine große Rolle dazu.

00:20:19: aber Man kann durch ne Trauerfeier vieles lösen vieles Lösen.

00:20:24: dafür sind Fahrer auch da, Freiretner da die einfach diese Trauer auffangen und vielleicht was Schönes machen.

00:20:32: Aber wenn wir auf die Kultur zurückschauen ja die Bestattungskultur hat sich enorm geändert im Vergleich zu damals.

00:20:39: ich kann jetzt oder ich spreche jetzt mal von den letzten acht Jahren im Vergleich waren ganz viele Erdbestattungen.

00:20:44: mittlerweile gibt es nur noch fast Feuer bestattungen weil die Leute einfach sagen Klar, A. finanzielle und B. Grabpflege.

00:20:53: Viele sagen, Grabpfege ist für mich ich möchte nicht.

00:20:55: Ich ziehe vielleicht irgendwann mal um mich.

00:20:58: Ich brauche das nicht.

00:20:59: Mein Verstaubender bleibt immer bei mir im Herzen und das erspeye ich mir.

00:21:03: Und viele Vorsorgen die auch schon abschließen durfte haben auch gesagt, ich möchte meinen Angehörigen keine Bürde geben indem sie jeden Tag auf dem Friedhof müssen um das Grab zu pflegen.

00:21:13: damals war es vollkommen normal und verständlich und heutzutage keiner Geht ins Ausland, geht die Urne mit in die Schweiz.

00:21:21: Geht die Urnet dahin in den Friedwald oder hier auf dem Weilheimer Friedhof wo es ein verpflegefreie Gräber gibt was ich sehr toll finde und bald auch Baumgräber geben wird wo man einfach sagen kann hey top ich habe ein baum anstelle vom friedwald und mein verstorbener ist immer noch bei mir in meiner nähe aber ich hab keine grabpflege untersteht auch im namen von ihm wo ich einfach eine verbindung schaffen kann.

00:21:46: und das macht auch viel aus.

00:21:47: und es finde ich so auch toll dass die kommunen da mitgehen und nicht so stur wie damals bleiben mit diesen erd und reingräbern oder diese erd gräbern und urnen gräbern die man gefliegen muss.

00:21:59: Es ist immer noch, es ist ein Bereich wo ich jetzt wie gesagt Ezogane dort tätig bin.

00:22:03: Ist zwar im Bereich auch aber als wir dann auf dem Friedhof fahren Sie haben schon gesagt da gibt's jetzt irgendwann die Baumgräber so einer Logan- und Friedwalde.

00:22:11: Haben wir den Baum angeguckt?

00:22:12: Wo sollten denn die Urne eingepudelt werden?

00:22:15: Schluck, schluck mit dem Gemeinderat zusammen!

00:22:18: Und sie haben mir am Vorgespräch dann gesagt das wird weggehen wie warme Semmeln.

00:22:22: Das ist doch bisschen genau auch die Einschätzung von unserer von unserer Friedhofsfrau Ausständes Die sagt, ist ein Weihlhammer schon reif für so was?

00:22:32: Und beide haben gesagt auf jeden Fall.

00:22:34: Also es kommt immer mehr auch das Naturnahe und wie sie es gesagt haben die Regelungen in welche Richtung wo genau was eingebettet ist mit den Abbestattungen.

00:22:43: Das ist schon echt wirklich groß geregelt.

00:22:46: Auch um dann natürlich um die Trauer zu ermöglichen viele Verdienstes wirklich wenn man hingeht einen Heiligtum also manche sind da wohl auch Tage wochenlang an der Kräber Schluck emotional?

00:22:58: Ja, natürlich.

00:22:58: Ich sehe viele Angehörige die wenn ich auf einer Trauerfeier auf dem Friedhof bin einfach gerne noch immer jeden Tag dorthin gehen weil es für die einfach aus damaliger Sicht normal ist und man möchte ja auch diese ganze Trauerkultur nicht durch irgendwelche Individualbestattungen wie zum Beispiel die Diamantbestattung dies mittlerweile gibt.

00:23:17: Es gibt Luftraum-Bestattungen Es gibt Seh-BESTattungen Das gibt wirklich mittlerweile sehr viel Körperspende.

00:23:24: Und wenn wir jetzt auf dem Friedhof zurückblicken, bin ich der Meinung und das werdet ihr dann auch sehen.

00:23:29: Die Friedhöfe werden die Baumgräber werden ziemlich schnell weg sein.

00:23:35: Der Hintergrund ist der, der Friedwald, die Marke Friedwald ,die wir gut kennen, die so stark frequentiert dass wir dort mittlerweile bis zu fast vier Wochen warten bis wir im Beisetzungstermin bekommen.

00:23:49: Wenn die Möglichkeit besteht hier vor Ort einen Baum zu bekommen Dann nimmt es nicht an.

00:23:58: Genauso wie die Urnengemeinschaftsgrabfelder hier in Weilheim, die auch pflegefrei sind, die sind ja auch richtig gefragt.

00:24:05: Jeder Gefühl, jede zweite Trauerfamilie, die dort eine Trauerfeier hat, wählt diese Grabart.

00:24:13: Da hat Weilhelm auf jeden Fall was richtig Gutes

00:24:16: angelegt.".

00:24:18: Ich gebe's grad weiter!

00:24:19: Ich

00:24:24: hätte noch eine Frage und zwar zum Thema.

00:24:25: Sie haben ja auch gesagt, dass es in ihrem Beruf natürlich psychisch auch teilweise sehr belastend ist oder zumindest mal anspruchsvoll, wo man immer konfrontiert ist.

00:24:36: Da würde mich jetzt interessieren was machen sie denn selbst für Sorge?

00:24:40: Also unter dem Gesichtspunkt um das quasi loslassen zu können wenn... ...um dann nicht die ganze Zeit drinzuhängen sozusagen

00:24:48: Ja, also ich muss euch ehrlich gestehen.

00:24:50: Ich habe keine Selbstfürsorge weil ich es irgendwie nicht benötige!

00:24:54: Ich weiß nicht warum?

00:24:55: Ich kann echt super damit umgehen.

00:24:56: vielleicht ein kleiner anderer Hintergrund... ...ich bin noch ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz unterwegs bei der psychosozialen Notfallversorgung in Extrem-Situationen für plätzliche Tode wo Angehörige unsere psychische Unterstützung benötigen und ich bekomme da täglich und auch durch meinen Beruf täglich viel mit und ich kann's, sobald ich die Tür des Büros verlasse ist alles weg aus meinem Kopf.

00:25:24: Alle organisatorischen Fragen alle emotionalen Sachen, die ich erleben durfte sind weg.

00:25:31: Wenn dann vielleicht okay wenn mich ein bisschen was beschäftigt viel reden das hilft auch privatern oder ich setze mich ins Auto macht ganz laut Helene Fischer an Und dann geht's mir wieder gut.

00:25:46: Zuhause angekommen ist mein Privatleben, das ist so mein Privatspace und deswegen sage ich für mich... Ich wohne ja nicht in der Nähe sondern ich muss so zwanzig Minuten fahren und es ist für mich so ein Rückzugsort.

00:25:59: Ich habe einfach meinen Privatleben dort und kann hier zu hundert Prozent für die Angehörigen anwesend sein und meine ganze Kraft dahin geben.

00:26:07: Das ist so die Verarbeitung, die ich tagtäglich habe und damit umgehe.

00:26:12: Gute Veranlagung für den Job, würde ich sagen.

00:26:15: Und sie sind also vom Augenschein.

00:26:16: Man stellt sich auch zu... Ich natürlich war eine Horstenerin so bestattert als Krufties vor die Schwarze mit so langen schwarzen Haaren geschminkt.

00:26:26: Also sind Sie jetzt an?

00:26:27: Wird es nicht unbedingt wenn man sie auf der Straße sieht, wirst du mir nicht unbedingt denken naja ihr bestattert

00:26:33: ja.

00:26:34: Bin ich auch froh darum dass meine Eltern sich da so viel Mühe gegeben haben für... Nee gar nicht!

00:26:42: Aber ich sehe dieses Bild vor mir, wie man sich das gerade vorstellt.

00:26:46: Wie ein Bestatter aussieht.

00:26:48: Neben Bestatter kann auch jung hübsch und modern sein!

00:26:52: Also für alle die so haus zuzuhören, wir schauen, dass wir wieder einen Foto reinladen.

00:26:58: Damit

00:26:58: ihr euch vorstellen könnt, wie ich aussehe.

00:27:01: Das müssen wir auf jeden Fall mal an die Vorstellung haben.

00:27:03: jetzt bestimmt nicht nur ich oder man denkt ja irgendwie wer kann den Job bewältigen?

00:27:06: Das ist schon eine Frage.

00:27:07: Aus dem Grund schalte ich meine Anzeigen auch nicht nur mit Namen, sondern einfach

00:27:13: mit Bild.

00:27:14: Weil es mir wichtig ist dass die Angehörigen nicht nur den Namen lesen, sondern auch wissen wer erwartet mich da, wer unterstützt mich in der Situation und das bin ich!

00:27:23: Und ich habe da keinen Schmerz mit, dass die Leute wissen wer ich bin und für jeden Rückfragen jede andere interessante Dinge, die den Menschen durch den Kopf gehen... Ich meine ich hab' das jetzt Messe hier bei der Seniorenmesse, hier in Weilheim ja miterleben dürfen.

00:27:41: Wie groß das Interesse daran ist eigentlich?

00:27:43: Aber wie groß auch diese Grenze ist überhaupt dieses Thema anzusprechen oder wie Sie zu mir sagen ja eigentlich wir haben es uns vielleicht schon mal überlegt aber irgendwie ich die Schwelle zu groß da mal anzufragen hätte... Das war meine

00:27:56: Frau Söhne die Schwellerin!

00:27:57: Da wollte ich das jetzt ganz anders

00:27:59: gesehen!

00:28:00: Der hat leider nicht gesagt oh ne mach mich doch noch was so können wir doch machen.

00:28:03: und dann die erste Tee.

00:28:08: Das Interesse war so groß.

00:28:09: Ich war so begeistert davon, dass ich mir dachte die Leute wollen mehr darüber sprechen und warum jetzt auch nicht einfach mal ein Podcast der Mal darüber einfach nur zum Zuhören ist.

00:28:19: vielleicht erweckt sich ja dadurch so eine andere Gedanke über diese ganze Situation.

00:28:24: keiner sagt nur weil ich bei dem Bestarter Anruf heißt sofort der Tod klopft an der Tür.

00:28:31: Naja, ist es nicht.

00:28:32: Ich bin auch nur ein Mensch und muss irgendwann mal gehen.

00:28:35: Und das habe ich auch täglich vor meinen Augen.

00:28:37: Jede Familie die ich begleite... ...ich bin mir sicher, ich bin auch irgendwann mal dran!

00:28:42: Das kann belastend sein aber ich hab's positiv rausgenommen.

00:28:47: was habe ich getan mit meinen achtundzwanzig Jahren?

00:28:50: Ich habe mir die Unterlagen hergenommen, habe mich vollumfänglich vorbereitet Hab alles aufgeschrieben, hab meinen Unterlagen.

00:28:56: Hab sogar Generalvollmachten schon geschrieben die auch sehr wichtig sind.

00:29:00: Bankvollmachtengeschrieben haben sie auf den Tisch meiner Eltern geknallt.

00:29:05: Die haben mir einen Vogel gezeigt mit Macht und Zwanzig sowas zu machen.

00:29:08: aber das ist eine Berufskrankheit muss ich sagen.

00:29:10: Ich habe es einfach abgeschlossen weil ich einfach täglich sehe wie schwer es manchen Angehörigen fällt dann dazu sitzen unvorbereitet zu sein.

00:29:20: Und meine Eltern haben jetzt die Unterlagen bei sich und wissen, wenn was ist.

00:29:25: Es ist versorgt das Geld ist da es alles erledigt.

00:29:28: Er kann dann friedlich.

00:29:29: wir können friedlich trauern und uns nicht um die Bürokratie rumschlagen.

00:29:34: Das war mein Ziel.

00:29:34: mehr wollte ich gar nicht

00:29:37: zum Thema strikte Trennung Beruf und Privat leben.

00:29:41: Wenn wenn sie jemand privat fragt was sie beruflich machen also Ich nehme an Sie Sagen auch dann direkt, was sie machen oder umschreiben.

00:29:52: Voller Stolz sage ich, was nicht bin.

00:29:54: und wie ist die Reaktion da?

00:29:55: Normalerweise eher so Daniela-mäßig.

00:30:00: Schockieren, schockiert.

00:30:02: So mit so jungen Jahren sowas zu machen wie kommst du überhaupt auf die Idee?

00:30:07: und ich so wisst ja eigentlich was.

00:30:09: ja es mag vielleicht schockierend sein aber wisst ihr wie gut das eigentlich tut?

00:30:13: Wie gut es meiner Seele tut Menschen in so schwierigen und schlimmen Situationen helfen zu können um einfach dazu sein wenn jemand jemandem braucht und einfach nicht mehr weiß in welche Richtung es eigentlich weiter geht?

00:30:26: Ich brauche am Schluss kein großes Danke, mir langt's wenn jemand den Friedhof verlässt mich dabei anlächelt und einfach nur zunickt.

00:30:33: Das ist für mich Bestätigung meiner Arbeit.

00:30:35: da geht es mir weder noch ums Geld oder sonstige sondern einfach nur ums Zwischenmenschliche und das sollte und das wird langsam immer in der Menschheit ein bisschen immer weniger und das möchte ich einfach in so einer Situation nicht missen.

00:30:48: ganz wichtig

00:30:49: Und Sie haben ja gesagt, dass tatsächlich nicht nur sie so denken.

00:30:52: Sondern ich habe mal ein bisschen recherchiert.

00:30:54: Recherchieren kann ich dann?

00:30:55: Ja!

00:30:58: Und da war der Duktus, dass immer mehr Jugendliche auch überlegen, dass sie keinen Nachwuchs sorgen haben im Bestattungswesen.

00:31:06: Dass es anders ist wie bei anderen Einzelhändlern oder Handwerkern das die Jugendlichen wieder den Sinn in Tätigkeiten sehen.

00:31:14: Das hat mich echt

00:31:14: erschreckt.

00:31:15: Viele viele also ich hab auch dieses

00:31:19: Schreck.

00:31:20: Ich bin nur kurz an dem Wort hängen.

00:31:21: Überrascht hätte man ausseigen müssen, jetzt habe ich

00:31:23: mich erschreckt.

00:31:23: Danke, überrascht aber erschreckend fand ich schon!

00:31:25: Es ist ja kein Thema des Jugendlichen irgendwie sonst triggert?

00:31:29: Ja, also ich muss auch ehrlich gestehen dieses Jahr hab' ich schon mit bestimmt zwanzig Anfragen bekommen für Praktikums- und Ausbildungsplätze und ich lade auch gerne ein.

00:31:41: Also ich bin da auch total weltaufend und sage kommt zu mir schaut's euch an macht euch selbst ein Bild davon, weil viele gehen immer mit einem ganz falschen Eindruck in die Situation.

00:31:51: Weil sie diese Dokus sehen und sich dann über den Bildschirm hat man immer ein schöneres Bild von dem Ganzen, weil schön präsentiert wird.

00:31:58: aber man muss auch ehrlich gestehen, man sieht Dinge, die man nicht sehen möchte oder nicht kann und erst da stellt sich dann raus ob man überhaupt dafür geeignet ist oder nicht.

00:32:10: Nicht jeder traut sich, einen Verstorbenen in einer derartigen Situation an einem Unfallort als Beispiel berühren zu können.

00:32:18: Und man muss sich da austesten und deswegen finde ich es aber toll dass Jugendliche jetzt mittlerweile danach schauen und sich interessieren dafür.

00:32:26: Aber ich möchte hier auch wirklich dazu Zu Vorsicht mahnen ist Der Bestatter ist nicht nur gut Geld verdienen was viele ja meinen Hier geht es nur ums Geld, das geht hier nicht ums Gelb sondern wir haben eine ganz große Verantwortung den Angehörigen gegenüber weil sie legen uns was sehr Wichtiges in die Hand und vertrauen uns.

00:32:51: Und da heißt's nicht einfach nur ein bisschen Schaufeln hier schaufeln danach links und rechts zu fahren Sondern hier geht´s wirklich um einen Menschenleben und um Würde um eine Person die Leben gelebt hat und Familie die trauert.

00:33:07: Was ist denn da so ungefähr die Quote?

00:33:08: Also ich nehme an, da kommen nicht ausschließlich Leute, Jugendliche zu den Praktikaen, die es komplett naiv angeschaut haben.

00:33:15: Gibt's schon auch welche... Hatten Sie schon das Erlebnis, dass der Leute dann nach dem Praktikum gesagt haben, dass das interessiert mich nach wie vor?

00:33:22: Das würde ich gerne weiter verfolgen.

00:33:25: Ja aber dann bin ich immer so ehrlich und sag' das passt nicht!

00:33:33: In dem Sinne vielleicht mag's für ihn passen, aber man darf nie vergessen.

00:33:38: Wie trete ich meinem Gegenüber vor?

00:33:41: Wenn ich Angehörige vor mir sitzen habe kann nicht der heutigen Jugendstall da sitzen mit ausgebreiten Beinen und ganz cool so hinten angelehnt und sagen Jo was geht ab.

00:33:50: ja das kannst du nicht bringen!

00:33:52: Man muss ernst bleiben, man muss professionell bleiben.

00:33:56: Man muss empathisch bleiben.

00:33:57: und das alles zusammen zu bekommen als eine Person.

00:34:00: wir sind ja eigentlich eigentlich sind wir Organisatoren aus so vielen unterschiedlichen Branchen.

00:34:06: Wir sind Psychiater Wir sind Bestatter, wir sind Planner-Organisatoren.

00:34:12: Wir planen auch eine Dekoration und bestellen in jeglichen Funktionen beim Gärtner hier im Weilheim Blumen.

00:34:19: Wir organisieren Musik, wir spielen die Musik bei der Trauerfahrer ein, dass es vom Ablauf passt sprechen mit den Freirätern, mit den Fahrern das ganze organisatorische ab.

00:34:28: Wir Planen und strukturieren mit dem Friedhofsamt.

00:34:30: also ihr merkt schon da gehören ganz viele... ... stellen auch hier in Weilheim drum rum, dazu mit denen das alles organisiert und geplant werden muss.

00:34:41: Und wenn da mir einer vor mir sitzt und denkt okay er kriegt du schon hin ja das ist ein chilliger Job.

00:34:48: Ja mach's aber... Du hinterlässt bei den Angehörigen wenn du deine Arbeit Larifario nicht professionell marsch für einen Leben lang Schaden und willst es dein Ziel?

00:34:59: Vielleicht in der Technik im Technikbereich wo es um die Versorgung der Verstorbenen geht kann man sich's gut vorstellen.

00:35:05: Aber nicht jeder kann täglich vertrauenden Angehörigen sitzen und das alles auffangen, aufsaugen und aus diesem ganzen Informationen die man bekommt was schönes formen.

00:35:23: Also ein Glück, dass ich Verwaltungswissenschaftler

00:35:30: bin!

00:35:30: Sehr vielfältiger Beruf.

00:35:32: Wir

00:35:32: können da auch zusammenarbeiten, aber jeder in seinem Platz ist ja auf dem Kopf ein Wort.

00:35:39: Dann würde ich jetzt vielleicht noch die Frage stelle dich vor, bevor wir angefangen haben aufgegriffen an das Thema Humor.

00:35:46: Sie hat mir auch schon eingedeutet dass es für manche Leute ein Ventil ist um irgendwie mit Trauer umzugehen.

00:35:54: Ich würde deswegen meine Frage ein bisschen modifizieren.

00:35:56: Gibt es irgendwie so einen spezifischen Bestatterhumor oder sowas?

00:36:00: Oder haben Sie da schon was festgestellt, wird er ein bisschen makabrer?

00:36:06: Also ich habe in den letzten acht Jahren mein Humor von vorsichtig... Es handelt sich hier um den Tod zu sehr schwarzem Humor entwickelt.

00:36:18: Mag vielleicht für euch Zuhörer jetzt sehr um Gottes Willen, wie kann er nur?

00:36:22: Aber man muss auch ein bisschen uns verstehen.

00:36:25: Wir brauchen einen Ventil zum Ablassen.

00:36:27: Wir machen uns nie im Leben über jemandens Lebenssituation lustig sondern wir nehmen den das Thema Tod einfach in den Vordergrund, in das Rampenlicht und machen uns darüber lustig weil wir damit und auch ich meine Kollegen einfach damit besser umgehen können wenn wir mal was Schlimmes erlebt haben oder gesehen haben, oder versorgt haben.

00:36:50: Dann sitzen wir dann schon im Büro und machen unsere Witze über das Thema, über den Thema Tod.

00:36:56: Oder ... Nee ja doch, über dem Thema an sich.

00:37:01: Und wenn ich mich mit Freunden unterhalte, dann wird es auch mal makaber.

00:37:06: Warum?

00:37:07: Weil man so das Thema einfach in einen ganz anderen Lichtwinkel bringt Worüber man dann auch lachen kann, auch wenn es manchmal erst mal körper sein eigentlich auch schon was schönes ja.

00:37:18: Wenn man das sich überlegt auf

00:37:20: jeden Fall

00:37:20: weil Dann ist es nicht langweilig und wird das Leben nicht lang weihlich.

00:37:25: Man kann darüber Lachen und Späße machen und man hat trotzdem was Amüsantes ... gesprochen.

00:37:31: Und dann kommen wir wieder zu diesem Thema, wo ich gerade vorher gesagt habe... ... man kann's mal Kaba mit der Familie besprechen und alle lachen drüber,... ... aber es wurde mal besprochen!

00:37:40: Und dann hat man schon keine Probleme mehr im Leben, wenn so was anderes geht zu planen ja?

00:37:53: Ich finde auch, also wenn von mir aus können wir die Abschlussfrage stellen.

00:37:57: Und zwar haben wir ja hier den Stadtclaim Weilheim passt zu mir

00:38:02: und

00:38:02: deswegen fragen wir immer unsere Gäste zum Schluss oder bitten sie den Satz zur Vervollständigung?

00:38:06: Weilheim passt zu mir weil warum passt in Weilheim zu Ihnen?

00:38:10: Ja Ich habe ja das Unternehmen Zwei-Fünfundzwanzig übernommen durch den Herrn Stefan Jäck damals und bin echt glücklich darüber dieses Unternehmen hier in Weilheim, in der Region.

00:38:21: Und eine Umgebung führen zu dürfen und Familien in so welchen Situationen begleiten zu dürfen oder unterstützen zu dürfen was mir wirklich ein eine Herzensangelegenheit ist, auch schon seitdem ich den Beruf mache.

00:38:32: Warum passe ich zu Weilheim?

00:38:34: Ich finde die Menschen, die ich mittlerweile begleiten durfte und zur Seite stehen durfte dieser Aufgeschlossenheit.

00:38:46: Dieser typische Ort, wo alles schnell geht.

00:38:48: Sondern jeder lebt so ganz langsam vor sich her.

00:38:52: Keiner hat irgendwie eine Eile und man lässt sich doch irgendwie Zeit für was wichtig ist.

00:38:58: Diese Kultur wie damals, dieses Miteinander... Das ist hier in Weilheim schon groß!

00:39:03: Man kennt sich untereinander.

00:39:07: Man geht einen Kaffee trinken.

00:39:08: ja wenn man jetzt in der Großstadt her nimmt da kennt sich ja keiner mehr Ja?

00:39:12: Und wenn hier irgendwas passiert ich finde Der Rückhalt und der Zusammenhaltchen, Weilheim ist riesengroß.

00:39:18: Wenn ich irgendwie in meinem Unternehmen irgendwas habe wo ich sage, ich brauche eine Unterstützung vom Gärtner von dem auch immer hier intern die Hilfe ist sofort da und das macht Weilheim aus und aus dem Grund bin ich auch wirklich sehr gern hier und versuch dieses Stadtbild einfach genauso weiter für uns zu können wie es mein Vorgänger auch getan hat.

00:39:40: Ach, das war schöner als in Bayern gelten.

00:39:42: Hinweis muss ich ja jetzt

00:39:43: noch geben!

00:39:48: Herr Berthliger vielen Dank fürs Gespräch.

00:39:50: Sehr gerne danke euch.

00:39:53: Ich meine ein interessantes Thema und ich möchte nur ganz kurz appellieren an alle die das gehört hören und Interesse dafür geweckt haben jederzeit gerne darüber zu sprechen oder sich einfach nur zu informieren.

00:40:05: Meine Mitarbeiter, ich sage noch nicht mal Mitarbeiter, meine Kollegen möchte ich sagen weil es gibt keine Mitarbeiter bei mir haben immer ein offenes Ohr auch wenn's um makabere Themen geht.

00:40:17: das ist keine Frage ist falsch am Platz.

00:40:20: alles ist wichtig und über alles gehört gesprochen um einfach seinen Kopf, seine Gedanken einfach vielleicht dann schweifen zu lassen und so sagen das Thema habe ich für mich erledigt.

00:40:30: Und ich kann friedlich weiterleben ohne Angst haben zu müssen natürlich.

00:40:38: Darüber nachdenken?

00:40:39: Ja genau!

00:40:41: Dann was ist heute wieder mit dem Tech Talk wenn es euch gefallen hat wie immer gerne ein Like kommentar da lassen empfiehlt uns weiter ... und Fragen, Anmerkungen oder bestimmtes Thema.

00:40:51: Oder bestimmter Gast.

00:40:53: Solche Wünsche sollen alle in eine Mail getippt werden... ... und ein Podcast add Weilheim-Tech.de geschickt werden.

00:40:59: So wie es auch der Herr Merklinger gemacht hat!

00:41:01: Denn dann freut sich die Daniela, ließt sie halt persönlich, druckt sich's aus, nimmt sich mit nach Hause, liest im Bett... ...und schreibt dann von Hand zurück!

00:41:10: So wie bei mir.

00:41:11: wahrscheinlich,

00:41:11: oder?

00:41:13: Wahrscheinlich!

00:41:14: Nein!

00:41:14: Das ist wahrscheinendlich!

00:41:17: Vielen Dank fürs zuhören bis

00:41:18: zum nächsten Mal!

00:41:19: Danke auch, tschüss!

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