Lesen, Leihen, Losrollen – Ellen Keller-Bitzer über Erfolg, Rolle und Zukunft der Stadtbücherei

Shownotes

In Folge 10 von TeckTalk spricht die Leiterin Ellen Keller-Bitzer über die Erfolgsgeschichte der Stadtbücherei. Es geht um, warum Tonies, digitale Ausleihe und Programmiermäuse genauso selbstverständlich dazugehören wie Romane und Gesellschaftsspiele. Ein Gespräch über eine Einrichtung, die seit Jahren ausgezeichnet wird, weil sie mit der Zeit geht. Wie immer mit den zwei Leseratten am Mikro Daniela Braun und Moritz Keller – und natürlich mit ein paar „Dingen, die ihr nie googeln würdet – aber unbedingt wissen wollt“.

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00:00:09: Hallo

00:00:10: und herzlich willkommen zum Tech Talk, dem Pass zu mir Podcast aus Weilheim.

00:00:14: Für alle Wallheimerinnen und Wallheimer aber auch für alle Waller Wallheim Interessierten.

00:00:20: Und Wallheim Neugierigen natürlich auch.

00:00:23: Ich sage immer einmal kurz vorweg worum es beim Tech Talk überhaupt geht.

00:00:26: das geht ja um Themen rund um Wallheim die wir uns ein bisschen vertieft angucken wollen und dafür hat man in einem Podcast natürlich mehr Zeit dass mal nicht nur ein zwei Sätze haben sondern dass man auch mal ein bisschen einfach ein bisschen tiefer reingehen können.

00:00:40: Und aktuell beschäftigen wir uns ja nach wie vor mit dem Thema Wirtschaft, mit dem thema Innenstadt und in diesem Zusammenhang sind wir natürlich auch mittlerweile sogar gefördert vom Land ganz offiziell da mit mir am Mikrofon meine Kommodoratorin Daniela Braun Leiterin des Hauptamts der Stadt Weilheim die Person die sich hier in Weilhelm natürlich mit einem auskennt und die vielleicht gleich ein bisschen mehr dazu sagen kann.

00:01:01: zu der Förderung

00:01:03: Schluck.

00:01:04: vielen Dank Moritz, am Mikrofon genau mit mir Moritz Keller von der Kavalerie in Tübingen.

00:01:10: Jetzt hab ich ganz vergessen zu sagen dass das unsere Lieblingsagentur ist.

00:01:13: wie konnte ich das?

00:01:14: Das

00:01:14: kannst du immer jederzeit nachschieben.

00:01:16: Sag ich's nochmal von unserer Lieblungsagenture der Kawalerien-Tübinge.

00:01:19: warum der Moritz?

00:01:21: Der Moritz is schlau manchmal meistens Und kann gut labern.

00:01:28: Deshalb dachten wir, wir brauchen einen Qualitätsbeauftragten der sich so ein bisschen um das Konzept auch kümmert und ein paar Fotos macht braucht mir auch irgendjemand immer.

00:01:37: Und deshalb vielen Dank Moritz dass du aus Tübingen wieder da bist.

00:01:40: Im Podcast um die Fotos zu machen und natürlich um so ein paar interessante Fanfacts rauszurecherchieren.

00:01:48: Ja was hat sie mit der Förderung auf sich?

00:01:49: Ich würde dazu noch kurz sagen zum Thema Innenstadt und Förderungen Land bei einem Ministerium

00:01:55: Genau.

00:01:55: Ich habe jetzt gerade gekruscht und hab dann festgestellt, dass das Blattpapier unumteschlägt.

00:01:59: da kann ich nicht hin aber wir sind gefördert worden und zwar haben wir einen Antrag eingereicht wie man es so offiziell als Behörde macht beim Ministerium für Wirtschaft Arbeit und Tourismus und zwar geht's um die Innenstadt.

00:02:10: Wir haben den Fokus ja ein bisschen aufs Gewerbegebiet Rosenloge legt Und haben aber viele Akteure die sich jetzt aus der Innenstadt gemeldet haben gesagt hey mir möchte auch mit machen bei dem Podcast.

00:02:20: Jetzt gucken wir ja als schlaue Beamte immer wo wir noch Geld herkriegen können für den Podcast gestellt und sind tatsächlich in de Noir aus dem Häuschen gewesen, als der Bescheid eingetrudelt ist.

00:02:31: Und wir für die Akteure der Innenstadt Sagion schreibe vierzehntausendvierhundert Euro an Podcastförderung erhalten haben.

00:02:38: Da waren wir natürlich total begeistert!

00:02:40: Und suchen jetzt weitere Akteure, die das Thema Innenstadt auf ihrer Agenda haben.

00:02:44: Die die Innenstadt weiter am Leben halten wollen... ...die sie bereichern und mitmachen und gestalten.

00:02:49: Das ist eine perfekte Überleitung zu unserer Frau Keller-Bitzer!

00:02:53: Ganz kurz nochmal weil wir müssen natürlich auch sagen wenn sich jemand melden will dann meldet er sich natürlich oder Sie... ...sich unter podcast at Weilheim-Tech.de.

00:03:01: Ja genau ich wollte auch kurz sagen bei unserem Gast heute allein schon vom Namen her eigentlich ein ganz gutes Gefühl dass es ein gutes Gespräch wird.

00:03:09: Genau, das hast du schon gesagt.

00:03:12: Frau Keller-Bitzer würden sich ja einmal kurz vorstellen für unsere Zuhörer damit auch die Leute, die jetzt nicht tief in Wallheim drin sind bisschen wissen was mit wem sie es zu tun haben und genau warum wir uns heute dem Thema Innenstadt mal aus der kulturellen Richtung ein bisschen nähern.

00:03:28: Ja, sehr gerne.

00:03:29: Zunächst mal vielen Dank für die Einladung zu diesem spannenden Format.

00:03:33: ich stelle mich sehr gerne kurz vor.

00:03:35: Mein Name ist Ellen Keller-Bitzer.

00:03:37: Ich bin Bibliothekarin und tatsächlich jetzt seit über fünfundzwanzig Jahre Büchereileiterin hier in Weilheim.

00:03:45: Und Jahr zwei tausend eins wurde die Stadtbicherheit dann tatsächlich in ein neues Haus umgezogen.

00:03:53: Und ich hatte damals schon die große Freude und die große Ehre, das Haus dann inhaltlich und erräumlich konzipieren zu dürfen.

00:04:01: Es war ein ganz, ganz großes Abenteuer weil damals wusste wirklich noch keiner wo geht das denn jetzt wirklich hin?

00:04:07: Und dass das Haus so eine Erfolgsgeschichte werden würde, das wusste damals wirklich noch

00:04:12: keine.

00:04:15: Bevor wir da jetzt tiefer reingehen, mal ganz kurz am Anfang fragen wir immer nach einem persönlichen Gegenstand und sie haben uns natürlich auch einen mitgebracht.

00:04:23: Wir alle unsere anderen Gäste natürlich auch.

00:04:25: würden Sie uns einmal kurz sagen was da vor uns auf dem Tisch steht?

00:04:29: Und so beschreiben dass es die Leute zu Hause auch verstehen und was das genau... Darst du es?

00:04:36: Ja,

00:04:36: das tue ich sehr gerne.

00:04:37: Ich habe mir heute Verstärkung mitgebracht und zwar wir haben ein paar Mitbewohner in der Stadt Bücherei und das sind unsere kleinen Roboter.

00:04:46: Und ich hab heut den Dash-Kugelroboter mitgebracht.

00:04:50: ja er sieht so aus wie mehrere aufeinander gestapelte Kugeln.

00:04:55: Der kann reden, der kann blindseln oder auch nachher.

00:04:59: was zu uns sagen ist ein bisschen vorlaut Aber total charmant und er unterstützt uns bei verschiedenen Veranstaltungsformaten, beispielsweise beim Sommerferienprogramm oder eben auch bei Klassenführungen.

00:05:12: Und ja bringt ganz viel Spaß in das Thema Leseförderung

00:05:16: auch rein.

00:05:18: Sehr spannend!

00:05:20: Kurze Anschlussfrage weil wir immer sagen der Gegenstand soll persönlich sein und was übereinander selber aussagen?

00:05:25: Was sagt denn der Dash über Sie aus Frau Keller-Bitzer?

00:05:30: Berechtigte Frage.

00:05:31: Ja, man muss jetzt dazu einfach wissen dass ich diesen Job ja schon sehr lange mache und ich komme aus einer Zeit Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrtausends hört sich ganz furchtbar an.

00:05:45: Das muss man auch nicht so sagen, also man

00:05:47: kann es doch andersrum.

00:05:48: Und mein Diplom gemacht und damals gab's noch nicht mal Internetöffentliches.

00:05:52: Es muss man sich mal überlegen.

00:05:55: Heute haben wir in der Bibliothek wirklich alles.

00:05:57: Wir sind multimedial.

00:05:59: Wir haben Streamingdienste, wir haben Datenbanken und wir haben eben auch kleine Roboter und insofern ist der Dash oder überhaupt ... Ja, das Medienangebot für mich auch ein bisschen einen Meilenstein.

00:06:12: Weil ich komme aus der Steinzeit und bin mitten in der Zukunft.

00:06:19: Und ja ... Ich habe auch noch ein Stück Weges vor mir und bin gespannt wo ich dann auch steige.

00:06:27: Schön!

00:06:28: Lass man doch reden oder?

00:06:29: Ich finde so ... Zeigen Sie mal was kann das Ding?

00:06:35: Hallo Hey Also falls man es nicht gehört hat, der ist halt gerade gesagt dass er den Tech Talk toll findet.

00:06:56: Und jetzt jubelt er immer noch während Hand.

00:07:03: Man sieht das macht einfach nur Spaß und das ist auch so ein bisschen Teil von unserem Erfolgskonzept.

00:07:10: Wir arbeiten ja sehr viel im Bereich Leseverdurung in der Stadt Bücherei und diese kleinen Helferleihen unterstützen uns dabei Weil alles was Spaß macht, geht leicht.

00:07:20: Und in dem Moment wo Lesen lernen Bildung Arbeit ist dann wird es einfach schwierig und wir unterstützen uns mit unter anderem eben mit dem Dash.

00:07:31: den kann man programmieren der kann ganz viele tolle Sachen machen Wir haben's gesehen er kann tanzen und ja so wie gesagt wir haben noch mehr von diesen wunderschönen kleinen Wesen die mit uns in einer Stadtbischerei wohnen.

00:07:47: Aber heute eben der Dash.

00:07:48: Und was ist so?

00:07:49: seine Aufgabe, also gerade Kindern?

00:07:53: Also lese Vergnügen, nahe bringen.

00:07:55: Sie dann ein bisschen auch anzuleiten und eine Hilfestellung zu geben.

00:07:57: oder was macht der denn konkret?

00:08:00: Der begrüßt beispielsweise die Kinder bei Klassenführungen also dass sie gleich mal so ein bisschen reinkommen und den Spaßfaktor haben.

00:08:08: wir haben aber auch schon ganze Veranstaltungen gemacht die sich mit dem Thema Coding beschäftigen.

00:08:13: Also letzten Endes geht es natürlich darum wie programmiere ich auch dieses Teil das ist tut was soll was ich mir wünsche.

00:08:21: Wir sind hier schon im Bereich Medienpädagogik natürlich unterwegs und eben wie gesagt Spaß muss es einfach machen.

00:08:29: Jetzt haben sie ja gesagt, Sie sind seit fünfundzwanzig Jahren hier!

00:08:34: Zum Einen ist es sehr ungewöhnlich, dass man auch so lange bei einem Arbeitgeber, bei einer Stadtverwaltung bleibt.

00:08:40: Aber das Kapuzinerhäusle war ja auch ein anderes Format bzw die Räumlichkeiten haben sich ja auch stark verändert.

00:08:47: Also der Historie von vor zwanzig Jahren in erster Tag...

00:08:51: Huch!

00:08:53: Der Schatz hat sich kurz wieder eingeschaltet.

00:08:55: Den Dash schalten wir jetzt mal aus, der hat Sendepause.

00:08:59: Ja, also ich muss vielleicht ein bisschen was zu unserer Stadtbücherei erst erklären.

00:09:03: Wir sind ja in einem wunderschönen historischen Haus untergebracht.

00:09:07: Das Kapuzinerhaus ist ein Kulturdenkmal aus dem Jahr fifteenhundert fünfundsechzig das zweitälteste Fachwerkhaus im Städte und einfach von der Atmosphäre her wunderwunderschön.

00:09:19: wir sind umgezogen vom Bürgerhaus auf wenig Fläche jetzt auf vielfläche Und ich habe tatsächlich während meines Studiums den Bereich Bibliotheksbau und Einrichtung vertieft, hab da auch in dem Bereich meine Diplomarbeit geschrieben.

00:09:36: Das hat wahrscheinlich dann auch geholfen als ich hier meinen Hut in den Ring geworfen habe.

00:09:41: ja – und der Rest ist eigentlich Geschichte!

00:09:45: Wenn man natürlich ... es ist der Traum eines jeden Bibliotekars dass er mal wirklich eine Bibliothek neu einrichten darf Und wenn man dann natürlich solche Voraussetzungen vorfindet, wie wir das damals hatten mit diesem wundervollen Haus.

00:10:01: Mit im Prinzip ganz vielen Möglichkeiten.

00:10:03: also das Haus ist auch sehr schön eingerichtet immer noch jetzt nach fünf und zwanzig Jahren sehr zeitgemäß.

00:10:09: Also wir schätzen manchmal so ein bisschen wie Altern schön zusammen – das Haus und ich und meine Kollegin!

00:10:18: Aber es war einfach immer ein sehr schönes und sehr angenehmes Arbeiten

00:10:25: Und jetzt haben sich ja bei Ihnen so ein Schwerpunkt herauskristallisiert, also nehmen wir den Räumlichen gegeben hat und wie Sie gesagt haben, dass sich das verändert hat.

00:10:30: Wie richtet man es jetzt so ein?

00:10:32: Also wie überlegt man sich konzeptionell was braucht's in Weilheimen?

00:10:35: Das hat sich ja entwickelt ein Stück weit hinzu.

00:10:37: Jetzt kann ich sie auch schon vorwegmehren.

00:10:39: Ich tue Familienbibliothek aber wie sind Sie sowas angegangen?

00:10:42: Haben Sie erst mal guckt was machen andere?

00:10:44: oder ich suche mir irgendwie eine Leseliste aus da bestelle ich irgendwie ein paar Bücher oder wie geht man sowas an?

00:10:51: Also wenn man die Konzeption für so ein Haus zu machen hat, dann schaut man natürlich erst mal ganz genau hin.

00:10:59: Wer sind die Menschen, die leben in dieser Stadt?

00:11:03: Wer ist hier überhaupt unterwegs?

00:11:05: Wie ist die Infrastruktur?

00:11:07: Wie is der Bedarf überhaupt?

00:11:08: und wir haben halt in Weilheim natürlich unglaublich viele junge Familien Und man schaut da natürlich auch so die ersten Jahre machten ganz genaues Controlling guckt einfach richtig hin, fragt auch die Kunden.

00:11:20: Mensch was braucht ihr denn von uns?

00:11:22: Und dann entwickeln sich die Zahlen so wie sie sich bei uns entwickelt haben nämlich absolut fantastisch.

00:11:30: Dazu hätte ich direkt eine Anschlussfrage, weil es wurde ja gesagt dass also ich habe jetzt mittlerweile schon rausgehört das Bibliothek ist natürlich weit übers geschrieben über's Buch hinaus geht auch hier in Weilheim vor allem hier in weilheim und nichtsdestotrotz hätt ich die Frage eigentlich immer wieder so heißt, dass immer weniger gelesen wird.

00:11:52: Bei Ihnen aber die Nutzungszahlen nach oben gehen also stetig nach oben.

00:11:56: im Prinzip haben Sie da Erklärungen dafür wie das zustande kommt?

00:11:59: was sind da die Gründe für den Erfolg?

00:12:04: Es ist schon denke ich ein Ergebnis von jahrelanger kontinuierlicher Arbeit.

00:12:11: Wir haben seit über zwanzig Jahren eine sehr enge Kooperation mit unseren Bildungseinrichtungen tatsächlich hier in der Stadt.

00:12:20: Stufenmodell quasi auch mit den Schulen eingeführt.

00:12:23: Die Schulklassen kommen jedes Jahr zu uns so nach einer Art Bausteinsystem, das heißt wir greifen eigentlich alle Schüler schon von ganz unten an ab.

00:12:33: und die Kinder, die zu uns ins Haus kommen, kennen uns von klein auf.

00:12:38: Die haben keine Scheufe oder Bibliothek, die ziehen die Schuhe aus, sie finden es einfach nur cool und gemütlich.

00:12:44: Ich glaube jetzt mal auf Holz, aber wir haben in den ganzen fünfundzwanzig Jahren keine ernstzunehmende Beschädigung oder irgendwie was eine mutwillige Zerstörung gehabt im Haus.

00:12:53: Weil alle lieben eigentlich ihre Stadtwicherei.

00:12:56: Es ist schon das Ergebnis von von harter Arbeit.

00:13:00: Aber wir haben einfach auch in Weilheim dieses Konzept, dass Bibliothek deutlich mehr ist als nur Bücherausleihstationen.

00:13:08: Wir haben natürlich viele, viele Medienarten alle eigentlich Nicht nur Bücher, wir haben Zeitschriften.

00:13:14: Wir haben Spiele.

00:13:15: DVDs.

00:13:17: im multimedialen Bereich gibt es eine große Tony-Familie die wir haben.

00:13:20: Edurinos Alters gibt's natürlich bei uns aber was in Weilheim ganz besonders einfach zählt ist der Ort Stadtwicherei.

00:13:30: Wir sagen von uns scharfshaft aber eigentlich schon ernst gemeint wird sind das Wohnzimmer der Stadt.

00:13:38: Es gibt ganz, ganz wenige Orte in der Stadt wo sie einfach hingehen können.

00:13:41: Wo alle Altersgruppen willkommen sind?

00:13:45: Wir sind niederschwellig wir sind nicht kommerziell es gibt keinen Konsumzwang es darf einfach jeder zu uns kommen.

00:13:52: und so der Vergleich mit dem Wohnzimmer haben ganz viele verschiedene Nutzungen sowie ein Wohnzimmert zu Hause auch.

00:13:58: also an der einen Ecke sitzt jemand und schreibt seine Emails an der nächsten setzt einer und lernt An der nächsten Ecke wird vorgelesen die dritten treffen sich und trinken ein Kaffee.

00:14:08: Und all diese Nutzungen gibt es bei uns auch, wir sind nicht nur Ausleihstationen – wir sind Ort!

00:14:15: Ich denke das ist einfach auch ein großer Teil unseres Erfolges und der Nutzungszahlen.

00:14:22: Wir haben über thirty-fünftausend Besucher jedes Jahr bei uns im Kapuziner Haus und das ist für eine Bibliothek und für unsere Größe wirklich ein Wort.

00:14:33: Wenn würde ich an der Stelle vielleicht ein kurzes, äh Dinge die ihr nie googeln würdet.

00:14:38: Ähm aber unbedingt wissen wollt reinwerfen.

00:14:39: Ich habe so viele heute dabei.

00:14:41: Äh deswegen muss sich die langsam mal los werden.

00:14:44: und zwar hab' ich einen äh einen interessanten Fakt gefunden ähm und zwar äh Die New York Public Library hat einmal ein Buch zurückbekommen das hundert Jahre lang überfällig war nur mit einem Zettel.

00:14:56: ich habs im Gefrierfach gefunden Gibt es Bücher?

00:15:04: oder gibt's ein Buch, was besonders häufig irgendwie fehlt?

00:15:08: Oder zu spät ist und nicht so gegeben wird.

00:15:12: Das könnte ich jetzt gar nicht sagen aber vielleicht müssen wir das auch ausschneiden.

00:15:20: Wir hatten tatsächlich im Bürgerhaus eine wunderschöne, bebilderte Ausgabe vom Kamasutra so riesen.

00:15:29: Und diese Ausgabe ist irgendwie beim Umzug damals verloren gegangen, plötzlich war es weg.

00:15:37: Müssten wir mal die Büros hier durchgehen?

00:15:42: Wir hatten damals schon auch Fremdfirmen im Haus und so weiter.

00:15:45: aber auf jeden Fall das hat das Kapuzinerhaus nie erreicht.

00:15:48: ich weiß auch nicht was sich damit gemacht hätte.

00:15:50: ins Regal gestellt hätte ich es vermutlich nicht.

00:15:54: Giftschrank haben wir heutzutage eigentlich auch keinen mehr, also wir kaufen nur Medien die wir dann auch ausstellen können.

00:16:02: Ja, aber das ist vielleicht so ein kleiner Fanfekt zum Thema verschwundene Medien.

00:16:06: Interessant!

00:16:08: Ich würde es auf jeden Fall drin lassen... Das bringt mir

00:16:10: eine ganz neue Idee.

00:16:12: Jetzt kommt man ja mit seinen persönlichen Bedürfnissen oder Notlagen vielleicht mal in der Bücherei und lädt sich irgendein Buch aus.

00:16:17: Vielleicht kann man es zutrauen?

00:16:18: Oder keine

00:16:19: Ahnung,

00:16:21: was anderes.

00:16:23: Ist es manchmal unangenehm wenn ich Finanztipps ausleihe?

00:16:27: Also da sind ja auch sehr persönliche Botschaften dahinter.

00:16:31: Sind das dann Weihlheimer oder sie wohnen auch nicht in Weihlsheim, aber gibt es da irgendwie Befindlichkeiten und ein bisschen Sorgen?

00:16:38: Das ist etwas Unangenehmes für die Ausgleiche.

00:16:44: Früher, denke ich war das eher ein Problem.

00:16:46: Aber wir haben ja natürlich jetzt seit fünf Jahren glaube ich RFID-Verbuchung und Selbstverbuchung.

00:16:51: Das heißt die Kunden können solche Medien, die ihnen vielleicht so ein bisschen peinlich sind auch über die Selbstverbuche ausleihen und zurückgeben und wir würden es dann gar nicht sehen.

00:17:02: War das vielleicht schon so, aber bei uns ist es wie in der Arztpraxis.

00:17:06: Es gibt Schweigepflicht über alle Ausleihen die wir getätigt werden.

00:17:11: Bibliothekarische Schweigipflicht?

00:17:13: Das

00:17:14: war mir auch neu dass es das gibt.

00:17:16: Ich hab grad noch zwei Fragen, die mir auf der Zunge liegen.

00:17:21: Zum einen zu ihrem persönlichen Werdegang Vorweilheim.

00:17:24: da habe ich irgendwo gelesen dass sie in der Universitätsbibliothek Tübingen auch mal waren.

00:17:29: das interessiert mich jetzt aus persönlichen Gründen einfach weil ich dir ja auch von ihnen kennen.

00:17:34: Echt?

00:17:39: Als Kunde natürlich also nicht von der anderen Seite der Theke sozusagen genau.

00:17:44: haben Sie dann doch irgendwie irgendwelche Erinnerungen dran.

00:17:49: Ja, also ist natürlich schon eine Weile her aber ich habe tatsächlich in einem anderen Leben auch noch klassische Archaeologie und Ägyptologie studiert eben

00:17:57: an der Universität

00:17:58: in Tübingen und hab dort eben gearbeitet an der universitätsbibliothek auch.

00:18:03: Und es ist schon so.

00:18:05: das ist natürlich ein spannendes Feld aber fruchtbar brotlos und ich habe mich jetzt auch nicht mit langen Fingernägeln und schickem Haar oder so irgendwo im Staubbuddeln sehen.

00:18:16: Und als dann das Angebot kam, die Leitung einer kleineren Bibliothek hier ganz in der Nähe zu übernehmen habe ich zugegriffen.

00:18:24: Das hab' ich auch ein paar Jahre sehr gern gemacht.

00:18:27: und dann kam eben die Stellenausschreibung hier im Weilheim Neubau einer Bibliothek und ich dachte, dass ist meine!

00:18:34: So war's auch.

00:18:38: Also die Uni-Bibliotheke so als Gateway in die Karriere... Als

00:18:45: Übergangslösung.

00:18:47: Natürlich bis dann der Traumjob kommt, ich hab aber auch an der Uni gelernt, der erste Job ist nicht ein Traumjobs, sondern das ist immer nur ... Der übernächste ist eigentlich so der Traumsjob und es würde ja pimal daumen so vielleicht dann hinkommen.

00:19:00: Frau

00:19:01: Kellebezir, sie haben ihren Schwerpunkt auf... Kinder, Kindermedien, Kinderbücherei, Kinderveranstaltungen.

00:19:08: Vielleicht nochmal in die Richtung?

00:19:10: Jetzt wird ja immer kommuniziert in Zeitungen oder auch in anderen Social-Media Kanälen dass das mit den Melesen schwierig ist, dass die Jugendlichen auch noch mal so richtig gut schreiben können.

00:19:23: Jetzt haben sie spezielle Veranstaltung hingegen mit der Förderung ausgelegt.

00:19:28: Wie sind da Ihr Eindruck?

00:19:29: Ist es so dramatisch um die Jugend bestellt sich schon ein bisschen kümmern.

00:19:36: Mit Schwerpunkten, gerade mit so offenen Häusern haben sie da auch alle Möglichkeiten dazu unterstützen.

00:19:41: Man sagt ja doch immer meine Mama hat kurz gesagt das sagt mir früher war es irgendwie schlimmer ist es wirklich so schlimm?

00:19:52: Ich denke schon dass viele Unterstützung nötig ist.

00:19:55: Das merken wir tatsächlich auch im täglichen Betrieb.

00:19:58: Wir müssen viel beraten und wir haben natürlich auch heute ganz andere Instrumente als wir das früher hatten.

00:20:05: also der Buchmarkt viel, viel die Wasser.

00:20:08: Wir haben Möglichkeiten eigentlich für jedes Kind irgendwie dann auch das Richtige zu finden und in da irgendwo auch oder sie zu packen wo dann auch die Interessen liegen.

00:20:18: und es tun wir schon sehr gezielt und auch sehr punktuell.

00:20:24: Wie gesagt, wir versuchen dass wir die Kinder von ganz klein an zu uns in die Bibliothek holen.

00:20:29: Dass sie auch Vertrauen haben und wir merken das schon auch.

00:20:33: Die kommen auch zu uns wenn sie eine Bewerbung schreiben müssen Beispiels weil sie sagen oh Herr Keller-Bitzer-Verteilig können Sie da mal kurz drüber gucken?

00:20:40: Also wir haben eine Stadtgröße man kennt sich noch.

00:20:44: Die Kinder kennen uns und es ist ein Vertrauensverhältnis einfach auch da.

00:20:49: Wir haben jetzt glaube ich das dritte Jahr infolge einen absoluten Rekord bei den Ausleitzahlen, bei den Kinderjugendbüchern.

00:20:56: Wir reden nicht von irgendwelchen Tonys Multimedia irgendwas wir reden vom wirklich haptischen gedruckten Buch und das kommt ja auch von irgendwo her.

00:21:08: also von daher denke ich dass sich diese Arbeit die wir mit den Kindern machen seit sie ganz klein sind an der Stelle einfach auszahlt.

00:21:17: was spielt grundsätzlich persönliche Beratung für eine Rolle?

00:21:20: Also wie Wie viel Zeit nehmt das bei oder welchen Stellenwert hat es in ihrer Arbeit, dass auch jemand kommt und sagt Ich weiß gar nicht so genau können Sie mir mal was empfehlen?

00:21:32: Also was nicht mehr vorkommt oder ganz selten vorkommend ist.

00:21:35: Das können sie mir mal ein gutes Buch empfehle.

00:21:38: ich glaube das haben wir dreizig Jahre hinter uns gelassen.

00:21:44: aber Es ist schon so dass die Eltern kommen und sagen Wir haben Probleme beim sind entnehmenden Lesen lernen oder beim dranbleiben.

00:21:55: Was können wir tun?

00:21:56: Welche Art von Buch?

00:21:58: und da haben wir schon relativ viel damit zu tun, da ganz individuell zu beraten und das wissen unsere Kunden auch.

00:22:05: die kommen auch zu uns und kommen immer wieder zu uns Und ich denke schon dass die persönliche Beratung einfach wirklich wichtig ist.

00:22:16: Wir merken es auch.

00:22:17: eine servicefreie stunde bei uns in der städtlicherei also mittwochs über mittag und es ist schon immer betrieb.

00:22:27: aber man merkt die leute warten wirklich bis vierzehn uhr bis bei uns die ticken wieder besetzt sind und sagen ah jetzt seid ihr wieder da jetzt brauchen wir euch.

00:22:36: Und das merken wir schon, dass Neudeutsch das drained auch einen so ein bisschen wenn wir Tage haben mit zweihundert zweihundert fünfzig Kunden Und in vier Stunden und dann abends sind wir schon so ein bisschen einfach leer, aber diese persönliche Beratung ist im Weilheim zumindest unglaublich wichtig.

00:22:55: Ich glaube das sicher auch.

00:22:57: Also einerseits so schon auch kostet es Energie, aber ich stelle es mir auch sehr erfüllen vor wenn man da auch weiß, man hat jemanden weiter geholfen oder?

00:23:05: So beides wahrscheinlich ein bisschen wäre jetzt meine Vermutung.

00:23:08: auf jeden Fall.

00:23:10: Ich habe es neulich, da Frau Braun schon erzählt.

00:23:12: Wir haben dann immer mal wieder so Situationen die auch wirklich Energie zurückgeben.

00:23:16: Nämlich wenn beispielsweise junge Mütter zu uns kommen, die jetzt so Anfangs dreißig sind vielleicht und ihre kleinen Kinder bringen.

00:23:25: Und das waren unsere Büchereikinder von früher, die wir wirklich dann mit hochgezogen haben durch die Schule und jetzt kommen sie und bringen uns ihre Kleinen.

00:23:35: Das ist so ein Vertrauensbeweis und es hat erwarmt weil auch wir sagen, die haben eine positive Bücherei-Erfahrung einfach mit uns gemacht und das gibt einem ungeheuer viel zurück.

00:23:49: Jetzt haben wir ja gerade schon mal was das angedeutet.

00:23:52: Das Team, die Beratung – jetzt haben Sie ein ganz tolles Team und eine rühriges Team!

00:23:56: Ich glaube es ist auch so ein jetzt an der Zeit der Autreisätze dazu zu sagen.

00:23:59: Wie viel sind Sie dort in der Büherei?

00:24:03: Wie ist es aufgeteilt?

00:24:04: Was machen die Kolleginnen?

00:24:05: Man sieht sie ja teils vorne am Tresen aber auch in der Beratungen gibt's aber auch tolle kulturelle Veranstaltungen.

00:24:12: Ein Hochaufjahrteam los gehts!

00:24:13: Ja

00:24:14: mein Team das Beste der Welt.

00:24:16: Ich kann sie nicht genug loben und ohne die wird es nur halb so viel Spaß machen

00:24:20: auch.".

00:24:22: Ja, wir sind fünf Köpfe auf drei Komma- und ein bisschen was Personalstellen sagen wir's einfach mal so.

00:24:30: Das heißt bis auf eine Person sind wir alle auch in Teilzeitern vor Ort.

00:24:35: Das heisst wir müssen auch einfach sehr flexibel sein.

00:24:37: wenn jetzt mal Krankheitsausfälle sind oder jemand Urlaub hat dann rotieren wir da fröhlich vor uns hin.

00:24:45: Zwei Kolleginnen an der Theke, die machen überwiegend den Ausleitdienst.

00:24:49: Das sind zwei Quereinsteigerinnen, die aber ganz, ganz hervorragende Arbeit wirklich bei uns leisten und such auch das Gesichterböcherei ist in die erste Anlaufstelle und so nach dem Motto da kriegen sie geholfen und es ist tatsächlich so.

00:25:02: und die kümmern sich also wirklich ein ganz wichtiger Bereich.

00:25:09: dann haben wir so den Mittelbau Die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, das ist der Ausbildungsberuf in unserer Welt.

00:25:20: Und dann gibt es noch zwei Bibliothekarinnen, Diplombibliothekarinnen – wir sind ja noch diplomiert!

00:25:27: Unsere jungen Kolleginnen von heute, Kollegen und Kolleginnen, sind ja alles Bachelorbiblothekare.

00:25:33: Und wir Bibliothekarinnen, wir kümmern uns dann quasi so um den Rest.

00:25:38: Also ja ich habe die Leitung das heißt es gibt ganz viel Verwaltungs-Dinge natürlich zu erledigen Personal und so weiter.

00:25:45: Und meine Frau Teilich macht die Kinder und Jugendbücherei und die macht mit einer Hingabe und richtig liebevoll also dass sich da die Kinder einfach gut aufgehoben fühlen.

00:25:56: Dass wir die Kinder bei uns binden können ist überwiegend einfach ihr Verdienst.

00:26:04: Das haben Sie Liebe und Hingabe schon genannt?

00:26:08: Dazu kommt aber das Stichwort Qualität.

00:26:10: Jetzt haben sie ganz unterschlagen, dass selbst sagst ich.

00:26:14: Sie sind ja mehrfach ausgezeichnet.

00:26:16: also wenn man zur Frau Keller bit zu kommt gibt es überall Checklisten, gibt's überall Prozessabläufe.

00:26:21: der PDCA-Zyklus.

00:26:24: Der geht Ihnen in Fleisch und Blut über.

00:26:26: wie ist es mit den Auszeichnungen?

00:26:28: Warum ist es wichtig und es wird auch vielleicht überleidend zur Innenstadt.

00:26:32: Sie werden ja hoch frequentiert weil die Qualität bei ihnen stimmt.

00:26:37: Ja, wir sind seit – jetzt müssen Sie kurz überlegen – seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn tatsächlich zertifiziert als ausgezeichnete Bibliothek.

00:26:45: Das heißt, wir haben einen langen Zertifizierungsprozess auch durchlaufen und haben uns sehr, sehr durchleuchtet.

00:26:51: Wir haben alle unsere Prozesse angeschaut, ganz viel verbessert.

00:26:54: Ja, drehen immer diese Verbesserungsschleifen natürlich.

00:26:58: Das hat ein Stück weit mit unserer hohen Nutzung zu tun.

00:27:03: Wenn immer mehr Kunden kommen, immer mehr Menschen kommen, dann möchte man trotzdem mit gewohnter Qualität natürlich arbeiten.

00:27:10: Und es geht dann nur noch wenn man viele Dinge sehr genau anschaut, vereinheitlicht, Qualitätsstandards dann auch festlegt die alle kennen und an denen sich alle dann auch orientieren und ja wo man sich denn einfach auch ständig weiterentwickelt also so ein Stück weit wirklich aus der hohen Nutzung geboren weil das war jetzt kein Spaziergang natürlich diese Zartifizierung.

00:27:33: Wir haben diesen Prozess auch nochmal durchlaufen und sind dann mit noch höheren Zustimmungswerten rezertifiziert worden.

00:27:41: Jetzt mal gucken, ob wir siebenundzwanzig noch den dritten Anlauf wagen?

00:27:46: Aber Qualitätsspiel bei uns tatsächlich eine ganz große Rolle.

00:27:49: Und eigentlich sollte die Kunde jetzt nicht wirklich merken, ob er mit der Leiterin spricht oder mit jemand anderem.

00:27:57: Bevor ich weiterfrage, wollte ich dich eigentlich kurz fragen hast du nicht einen Herzenswunsch?

00:28:03: Ihr

00:28:03: habt es schon nahtenswohnlich.

00:28:09: Und zwar, ich traue mich jetzt schon fast immer.

00:28:11: Vor dreißig Jahren hat man mal gefragt, können Sie sich ein gutes Buch empfehlen?

00:28:16: Jetzt bin ich immer

00:28:17: diejenige, die ja

00:28:18: tatsächlich auch manchmal fragt.

00:28:20: Was ist ab to date?

00:28:21: Sie wissen schon Caroline Waldi, Assistentin um das Kreisich quasi erständig.

00:28:26: also man wünscht sich ja als Leser nichts sehen hier wie so'n tolles Buch dass einen mitreißt.

00:28:32: Ich habe Moritz von Erklärteich lesen immer die bestelleste Platz eins bis drei weil das so schwierig ist sich da was passen, das irgendwie ausfindig zu machen.

00:28:42: Dann immer vom gleichen Auto hoch.

00:28:44: Also mein Herzen ist so schwer dass es einfach Bücher gibt die mir irgendwie zufliegen, wo

00:28:49: man

00:28:50: automatisch weiß, das ist ein total hippes Buch!

00:28:53: Das lässt mich nicht mehr los.

00:28:54: also nichts schlimmer als zur Fählkäufe.

00:28:57: jetzt wie kriegt man das irgendwie raus?

00:28:58: Was zu einem passt?

00:29:07: Diese Aufgabe einfach an die Bibliothek ihres Vertrauens delegiert haben.

00:29:12: Die kommen zu uns und ... Die haben auch so eine Lieblingskollegin, wo sie wissen das matched Und die liest die gleiche Geschichte und lassen sich dann auf der Schiene empfehlen.

00:29:24: Jetzt haben wir in der Weilheimer Stadtbücherei des Glück.

00:29:27: Wir haben alle einen vollkommen unterschiedlichen Geschmack.

00:29:31: Wenn Sie jetzt ein Krimi wollen Dann kommen Sie ganz um mir.

00:29:36: Und ansonsten kinderbücher.

00:29:38: natürlich klar die frau teilig aber die liest auch sehr literarische Dinge wo ich dann schon manchmal sage hoch.

00:29:50: also insofern kann ich nur empfehlen bauen sie eine persönliche beziehung zur entsprechenden Zum entsprechenden Bibliothekswesen auf und lassen Sie sich überraten.

00:30:02: Das ging doch nach einem erfüllbaren Herzenswunsch.

00:30:04: Ich würde

00:30:04: sagen, das klingt schon fast nachfüllen.

00:30:05: Man darf auch trotzdem bei den Fragen können Sie mir was empfehlen?

00:30:08: Auch das!

00:30:14: Mich würde das Thema Events eigentlich auch noch interessieren, weil ich habe ja vorher das Gebäude zum ersten Mal so von innen gesehen.

00:30:20: Ich bin immer der Reikschmackte, der Außenstehende, der alles hier neu entdeckt quasi und mal mit ganz frischen Augen sieht.

00:30:30: Das Gebäudern sich schon fasziniert.

00:30:32: Das ist der absolute Wahnsinn!

00:30:33: So viel Ambiente und Flair.

00:30:35: und dann der obere Stock wo die... Events drin sind, hat nochmal eine ganz eigene Atmosphäre.

00:30:40: Was für Veranstaltungen finden denn da so ungefähr statt?

00:30:42: Das muss ich mal vorstellen.

00:30:44: Also in dem Raum unter dem Dach das ist unsere Kapuziner Bühne also schon der Name die schwerbische Bähne und natürlich eben auch Kleinkunstbühne.

00:30:54: wir machen dort oben für die Kinder verschiedenste Veranstaltung Kindertheater beispielsweise.

00:31:01: Wir machen karmische Beibildkarten, Theater oder auch mal eine Lesung dann im Sommer gerne auch Vorlesseformate für die Kinder, für die Erwachsenen echt das ganze Programm.

00:31:13: also wir machen Lesungen für für Erwachsene gar nicht auch mit regionalen Autoren.

00:31:19: Also so die regionale Autorenförderung gehört schon auch ein bisschen ins Portfolio.

00:31:24: Wir haben jede Art von Kleinkunstkonzerte Theater, Kabarett.

00:31:33: Jetzt machen wir in zwei Wochen ein Pub-Quiz bei uns in der Stadtlich Reihe.

00:31:37: erst mal was völlig Neues!

00:31:41: Wir belohnen uns ab und zu auch mal selber mit so neuen Sachen, indem wir Dinge ausprobieren.

00:31:45: All das kann dort bei uns stattfinden.

00:31:48: Das ist natürlich immer ein bisschen umräumt im Aktionen weil dieser Raum ist Bibliotheksraum und während normaler Öffnungszeiten brauchen wir den auch... Ort im ganzen Haus.

00:31:58: Da sitzen jetzt gerade unsere Schüler, unsere Gymnasiasten um sich irgendwie vorzubereiten weil nicht jeder hat zu Hause einen ruhigen Ort wo er lernen kann.

00:32:08: und ja also grade vor den Prüfungszeiten ist bei uns das Haus voll bis unteres Dach mit Schülern die einfach Lernen und ihre Projekte machen.

00:32:17: Und ist es... Also das Klang wird halt so anders werden dass auch so durch Von der Bandbreite her wäre es relativ breit, also dass da schon auch regionale Autoren kommen die schon etabliert sind.

00:32:29: Aber heißt das jetzt auch, wenn hier in Weilheim eine Bürgerin ein Kabarettprogramm geschrieben hat oder auf der Gitarre was, dann wird sich bei ihnen melken und sagen könnte man das vielleicht mal irgendwie vor einem Probe-Publikum aufführen?

00:32:44: wie genau ist

00:32:47: das?

00:32:47: Böse Frage.

00:32:49: Also Qualität ist uns auch im Kulturbereich einfach unglaublich wichtig und wir würden uns das in jedem Fall vorher anschauen, bevor wir

00:32:58: das natürlich

00:33:00: tun.

00:33:02: Also gerade bei unseren Autoren ... Wir hatten im letzten Herbst eine Autorin die aber schon etliches publiziert hat und auch gut gekauft und gelesen wird.

00:33:12: Das is ne Weilheimerin, die hat bei uns auch ne Lesung gemacht.

00:33:17: So was können wir uns natürlich auch vorstellen.

00:33:20: Habe ich nur interessiert, inwiefern da jetzt Nachwuchsförderung auch noch mit Talentförderungen steht nicht

00:33:26: so ganz auf dem Zettel?

00:33:28: Wobei man muss ja sagen, neben den Veranstaltungen bei Ihnen im Haus nehmen Sie auch in den städtischen Veranstaltung teil und wir haben ja schon immer den Fokus jetzt auch durch die Förderung auf die Innenstadt.

00:33:38: Also dadurch dass sie Teilhaben was anbieten, Emotionen weggen ist es ja schon auch mächtig Traffic in der Innenstadt.

00:33:46: also nicht nur bei den Öffnungszeiten die irgendwie von Dienstag bis Samstag bei ihnen aus sind muss man sagen also viele gehen dann kurz in die Büherei, gehen dann zum Bäcker vielleicht noch beim Boutique oder sonst irgendwo rein.

00:33:57: aber Sie nehmen ja auch regelmäßig mit Angeboten an den städtischen Veranstaltungen in der Innenstadt teil und das sagen sie auch, dass es wichtig ist.

00:34:03: Wichtig, dass man sie da einbringt.

00:34:05: Ich sage immer so ein bisschen die Hochkultur muss gehalten werden.

00:34:09: Da legen Sie schon einen Schwerpunkt darauf, dass der Städte lebendig bleibt?

00:34:14: Ja auf jeden Fall wir sind Teil der Stadtgesellschaft und das sehe ich schon als unsere Rolle an uns da einzubringen.

00:34:21: Und wenn er in der Stadt Veranstaltungen sind, dann sind wir selbstverständlich mit dabei.

00:34:26: Wir können viele Dinge natürlich auch selber machen also kamische Beihildkartentheater bieten wird zum Beispiel regelmäßig bei unseren Märkten auch an und das Haus ist auch immer voll letztes Mal während es mehr Erwachsene als Kinder erstaunlicherweise gibt manchmal wirklich Blüten selber untern.

00:34:43: aber wenn sie dann plötzlich ich siebzig Leute in der Bude haben für ein Format das eigentlich für fünfundzwanzig ist den Marktmann natürlich den Bedarf, der einfach da ist.

00:34:53: Und wie gesagt wir sehen uns als Teil der Stadtgesellschaft und sind dann natürlich auf jeden Fall mit am Start wenn es solche Events gibt.

00:35:01: klar Jetzt

00:35:02: kommen wir zum Ausblick.

00:35:05: Ja, da würde ich aber gerne noch kurz so drei Funfacts reinschmeißen.

00:35:08: Drei Dinge, die ihr nicht googeln würdet?

00:35:09: Ich habe gerade nochmal geguckt und ich muss noch drei hintereinander weg hauen einfach.

00:35:14: Zum einen bin ich über den Fakt gesteubert dass man in den Niederlanden gibt es Bibliotheken in denen man statt Bücher Menschen ausleihen kann und die erzählen einem dann ihre persönlichen Geschichten.

00:35:24: das wussten sie wahrscheinlich schon.

00:35:25: Sie nicken okay gut dann mache ich direkt weiter mit dem nächsten und zwar Abgelegenen Regionen in Kolumbien, da kommen die Bücher über den Esel und zwar über den Biblioburro.

00:35:40: Mein rudimentäres Spanisch sagt mir Borro ist Esel also der Bücheresel sozusagen.

00:35:45: Der bringt unter anderem für Kinder dann eben Bücher ins Hinterland.

00:35:51: Super, wollte ich einfach noch mal kurz dropen.

00:35:53: Total wichtig dass wir das jetzt hier hören!

00:35:55: Ja

00:35:57: super wichtig weil es sind ja auch vielleicht kleine Anregungen wie man weiter das Serviceangebot ausbauen kann.

00:36:01: Bücheresel.

00:36:03: und dann noch ein historischer Fun Fact.

00:36:06: im Mittelalter waren Bücherjahr natürlich Wertgegenstand bei der ganzen Buchdruck und so noch nicht so Günstig war überhaupt kein Buchdruck, sondern meistens wurden sie ja mit Hand geschrieben.

00:36:18: Und deswegen war ein Bücher so extrem wertvoll dass man sich mit Ketten sichern musste wie Fahrräder.

00:36:23: Das ist Ihnen auch schon bekannt gewesen.

00:36:25: das ist sehr unfassbar.

00:36:27: ich kann ja gar nichts Neues hier reinschmeißen.

00:36:28: Haben Sie einen Fun Fact?

00:36:29: denn ich noch nicht weiß.

00:36:31: Über Bibliotheken?

00:36:32: Ja.

00:36:35: Oh... Eiskalt erwischt!

00:36:38: Dann hätte ich eine andere Frage für Sie bevor wir zu ganz zum Abschluss kommen.

00:36:43: Das sollte Ihnen wahrscheinlich auch ganz leicht fallen.

00:36:45: Was ist denn Ihr Lieblingsbuch?

00:36:46: Oder wenn Sie das so nicht beantrocknen können auf Anhieb, welches Buch würden Sie sagen muss man im Jahr- und Sechs-und-Zwanzig auf jeden Fall gelesen haben?

00:36:59: oder weil es die Stimmung... also muss nicht politisch wichtig sein vielleicht kulturell wichtig?

00:37:08: Also ich kann jetzt nicht von einem Lieblungsbuch meinerseits sprechen.

00:37:14: Ich rede in Sparten.

00:37:17: Also wie gesagt, ich bin der Krimi-Fan alles was da neu auf den Markt kommt.

00:37:23: Ich habe tatsächlich jetzt keins das ich wirklich rausgreifen würde und...

00:37:28: Sie dürfen noch mehrere sagen?

00:37:29: Ich kann vielleicht die Richtung sagen.

00:37:31: also ich finde Bücher die sich tatsächlich mit der Wichtigkeit von Demokratie beschäftigen unglaublich wichtig.

00:37:39: Es gibt einige auf dem Buchmarkt, die das auch in diesem Jahr transportieren werden und ich denke, dass ist eine Richtung, die mit Sicherheit alle Bibliotheken dann tatsächlich aufgreifen werden oder schon haben.

00:37:54: Ich meine, ist noch sehr jung.

00:37:56: Und auch im Genre Krimi?

00:37:58: Meinen Sie ... Oder war es jetzt unabhängig

00:38:00: von Krimis?

00:38:00: Das war jetzt unerpengig voneinander... Im politischen Bereich und Grimmie ist jetzt vielleicht nicht so weit in Richtung True Crime.

00:38:14: Abschluss, jetzt gibt es ja dieses Jahr noch eine schöne spezielle besondere Fete.

00:38:18: Das sollten wir doch auch noch erwähnen oder?

00:38:21: Auf jeden Fall!

00:38:23: Ja, für ein fünfundzwanzig Jahre Städtbischerei im Kapuziner-Hau ist das so.

00:38:27: Es gibt natürlich in Weilheim schon sehr ne lange oder schon sehr lange Städttbischerei seit nineteenhundertfünf glaube ich.

00:38:34: also das ist schon richtig richtig toll.

00:38:37: aber Im Kapuziner Haus sind wir jetzt seit fünfundzwanzig Jahren und das wollen wir natürlich gebühren feiern im Herbst, zehnten Oktober mit einem Aktionstag.

00:38:46: Das ist ein Samstag.

00:38:48: Wir haben schon ganz viele tolle Aktionen geplant.

00:38:51: Es wird

00:38:52: Ein

00:38:52: Improteater geben für Familien Für Erwachsene Wir werden einen Zauberklauen haben Ganz viele Aktion Und vor allen Dingen ist uns ein Herzensanliegen.

00:39:05: Wir wollen alle unsere Mitte Kooperationspartner so ein bisschen sichtbar machen.

00:39:09: Wir sind sehr, sehr eng und sehr gut verknüpft in die Stadtgesellschaft, in den Schulen, in die Kitas, in der Vereine und wir wollen das so ein bißchen sichtbaar machen mit Kunst, vielleicht mit Gedichten.

00:39:22: also da gibt es ganz viele Ideen und auch das wird passieren.

00:39:26: Das Motto wird sein wo Medienmenschen verbinden seit fünfundzwanzig Jahren mitten in Weilheim.

00:39:33: Ich glaube, das trifft es einfach auch so ein bisschen.

00:39:36: Die Details werden noch kommen.

00:39:37: natürlich wir haben jetzt so einen halben Jahr da sind wir noch schwer am Planen und gucken aber es wird auf jeden Fall ein schönes und rauschendes Fest und es wird nichts steifes sein.

00:39:48: Wir warten keinen Festakt haben sondern wir wollen einfach Spaß haben.

00:39:52: Wir wollen für unsere Kunden da sein mit denen feiern.

00:39:55: Das ist der Plan.

00:39:57: Also den Termin kann man sich ja schon mal innerlich eintragen.

00:40:01: Also ich habe vielleicht doch noch ein Funfact, was mir jetzt gerade so einfällt irgendwo.

00:40:06: Endlich bringt auch mal jemand anderes Funfact mit nicht nur... Ich

00:40:09: weiß nicht ob es ein Funfect ist aber ich möchte jetzt einfach mal eine Lanze brechen für meinen Berufsstand weil es gibt ja dieses Klischee von der Bibliothek die mit dem strengen Dud und der Nickelbrille, den Sandalen und dem dezenten Staubpaffin.

00:40:27: Die schreit die ganze Zeit so pst!

00:40:34: Da können Sie ja lange suchen bis es so eine finden.

00:40:36: Und sie können auch sehr weit laufen, bis sie irgendwo in den Bibliotheken solche Bibliotekswesen noch finden.

00:40:44: Das sind alles sehr moderne ... Offene Menschen und keiner versteckt sich hinterm Regal.

00:40:52: Und ja, wir freuen uns alle über unsere Kunden.

00:40:55: und dass diese Lanze wollte ich tatsächlich einfach noch brechen.

00:41:00: Dieses Klischee ist genau das nämlich ein Klischees.

00:41:04: Nach diesem Plädoyer würde ich Ihnen eigentlich ganz gerne nur noch unsere Abschlussfrage stellen.

00:41:08: Und zwar sollte ich Ihnen jetzt auch nicht dazu schwerfallen.

00:41:12: Einfach nur den Satz vorvorzustellen, weil heim passt zu mir,

00:41:17: Weil ich glaube, ich gut zu Weilheim passe.

00:41:20: Wir drehen es mal um!

00:41:21: Die Weilheimer sind ja bodenständig... ...die sind fleißig die sind aber auch pfiffig und haben trotzdem einen eigentlich feinen Sinn für Humor und sind auch erstaunlich kulturbeflissen.

00:41:33: Und da finde ich mich wieder, da fühle ich mich wohl und da pass' ich eigentlich auch ganz gut dazu.

00:41:40: Frau Keller-Bitzer vielen Dank!

00:41:48: Genau, dann darf ich natürlich noch sagen.

00:41:51: Wenn es euch draußen gefallen hat, dann gern hier kommentieren auch und wenn es euch gefallen hat gerne weiter empfehlen.

00:41:58: Wenn's euch nicht gefällt... Ach was sag' ich?

00:42:00: Es hat euch gefallen!

00:42:00: Also empfiehlt uns gerne weiter.

00:42:02: Was wir auch schon gesagt haben, wenn ihr euch melden wollt, außer wenn ihr vielleicht gerade im Bereich Innenstadt irgendwie auch tätig seid gewerblich oder da stark interessiert seid, dann meldet euch doch unter podcast at weilheim-tech.de Und dann trete die in die persönliche Korespondenz mit Daniela und die hilft euch dann weiter.

00:42:25: Dann sagt euch, ob und wann ihr den Podcast kommt!

00:42:29: Genau vielen Dank Frau Keller-Witzer, vielen Dank Daniela, vielen Danke

00:42:33: an alle.

00:42:34: Bis zum nächsten Mal tschüss.

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